Warum wir Radiospots oft nach den falschen Kriterien bewerten

Warum wir Radiospots oft nach den falschen Kriterien bewerten

vor 3 Tagen
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Podcast
Podcaster
Das B2B-Podcast-Format der WDR mediagroup für Marketing- und Media-Entscheider.

Beschreibung

vor 3 Tagen

In dieser Folge von „20 Minuten. Der Audio-Impuls.“ spricht
Tobias Lammert mit Oliver Spitzer über eine zentrale Fehlannahme
in der Bewertung von Radiowerbung: Ein Spot ist nicht automatisch
wirksam, nur weil er auffällt, gefällt oder erinnert wird.


Oliver Spitzer beschäftigt sich seit vielen Jahren mit
Emotionsforschung, Markenwirkung und der Frage, wie Kommunikation
tatsächlich wahrgenommen wird. Sein klarer Befund: Werbewirkung
beginnt nicht bei Erinnerung oder Verständnis, sondern bei
Emotion. Denn jede Kommunikation löst etwas aus – ob geplant oder
ungeplant. Oder, wie er es in der Folge zuspitzt: Man kann nicht
nicht emotionalisieren.


Im Gespräch geht es darum, warum Radio in der Kreation und
Bewertung oft zu kurz gedacht wird. Oliver Spitzer beschreibt,
dass Radio lange als Medium verstanden wurde, das Menschen auf
dem letzten Meter noch schnell anschreien soll. Das funktioniert
zwar in bestimmten Fällen, verschenkt aber enormes Potenzial:
Radio kann Vertrauen erzeugen, Relevanz schaffen, Nähe aufbauen
und Marken emotional aufladen.


Ein zentraler Punkt der Folge: Gute Radiowerbung ist nicht
lauter, sondern präziser. Ein Spot muss Aufmerksamkeit erzeugen,
aber das gelingt nicht nur durch Lautstärke. Manchmal wirkt
gerade das Gegenteil stärker: ein leiser Moment, ein
ungewöhnlicher Einstieg, ein Spot, der im Werbeblock anders
klingt als alle anderen.


Worum es in dieser Folge geht




Warum Aufmerksamkeit noch kein Wirkungsnachweis ist




Warum Erinnerung als KPI bei Radio in die Irre führen kann




Welche Rolle Emotionen für Kaufentscheidungen und
Markenwirkung spielen




Warum Radiospots oft mit zu vielen Botschaften überladen
werden




Wie Stimme, Tempo, Pausen, Tonalität und eine klare Botschaft
Wirkung verstärken




Warum Radio gerade als Nebenbei-Medium besonders wirksam sein
kann




Welche Regeln helfen, Radiowerbung emotional präziser zu
machen




Zentrale Erkenntnis


Ein guter Radiospot muss nicht nur gehört werden. Er muss das
richtige Gefühl für die Marke auslösen.


Oder anders formuliert:
Radiowerbung wirkt nicht durch Lautstärke, sondern durch
emotionale Passung, klare Botschaft und ein Umfeld, in dem sie
wahrgenommen werden kann.


Ausblick


In der nächsten Folge geht es um eve.AI: Wie kann KI helfen, die
emotionale Wirkung von Radiospots schon vor der Ausstrahlung
besser einzuschätzen? Gemeinsam mit Carmen Schenkel und Oliver
Spitzer spricht Tobias Lammert darüber, wie emotionale
Spotanalyse funktioniert und welchen konkreten Nutzen sie für
Kunden, Kreation und Mediaplanung haben kann.


Über den Gast


Oliver Spitzer ist Geschäftsführer von September Strategie &
Forschung sowie Mitbegründer von eve.AI und beschäftigt sich mit
Emotionsforschung, Markenwirkung und Werbewirkung. Mit seinem
Team analysiert er, was Kommunikation emotional auslöst – von
Sympathie und Vertrauen bis zu Relevanz, Stress oder Skepsis. Im
Gespräch erklärt er, warum klassische Messgrößen wie Erinnerung
oder Gefallen nicht ausreichen, um Radiowerbung wirklich zu
bewerten.


Über den Host


Tobias Lammert verantwortet den Bereich Audio & Vermarktung
bei der WDR mediagroup und beschäftigt sich seit vielen Jahren
mit der strategischen Rolle von Audio in Marketing und Media. Im
Podcast 20 Minuten. Der Audio-Impuls ordnet er Marktbewegungen,
Wirkmechaniken und Kommunikationsfragen aus der Perspektive von
Marken, Media und Audio ein. Der Fokus liegt dabei nicht auf
Branchen-Talk, sondern auf konkreten Ableitungen für Entscheider
in Marketing und Werbung.


Impressum & Kontakt


WDR mediagroup GmbH
https://www.wdr-mediagroup.com/de/impressum
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