Populismus I. - Die große Verwirrung

Populismus I. - Die große Verwirrung

vor 3 Tagen
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Beschreibung

vor 3 Tagen

Man kann ja eigentlich niemandem und gar nichts mehr glauben,
oder? Genau. Wenn uns dieses Gefühl beschleicht - mitunter kann
man sich nur schwer dagegen wehren - leiden wir an einem Zustand,
den man als "informational learned helplessness" bezeichnet. Und
eine akute Ausprägung dieses Syndroms geht der Regel damit
einher, dass uns alle Lust auf weitere News oder Meldungen oder
Feeds oder Talkshows oder Diskussionen vergeht.


Wir werden in dieser Folge darüber sprechen, dass all dies kein
zufälliges Nebenprodukt einer modernen Medienlandschaft mit zu
viel Unordnung und zu diverser Information ist, sondern das
Ergebnis einer Strategie, die der überaus sympathische
Trump-Berater Steve Bannon mit einem mittlerweile berühmten Satz
auf den Punkt gebracht hat: Flood the zone with shit !


In der ersten Folge unserer vierteiligen Populismus-Serie
beschäftigen wir uns mit genau diesem Phänomen: gezielte
Verwirrung. Und obwohl uns dies bei genauerem Nachdenken paradox
anmutet, ist das Bilden von Widersprüchen und die
Außerkraftsetzung der Instanzen, die über die Wahrheit wachen
(Wissenschaft, Presse, Gerichte) ein von allen Populisten
intensiv gepflegter Sport. Im Trommelfeuer der Fake News,
Parolen, und Propaganda gibt es dann drei Möglichkeiten: (a) Man
gibt auf und zieht sich zurück. (b) Man beginnt, den Mumpitz zu
glauben, mit dem man von den Populisten gefüttert wird und
schließt sich ihrem Weltbild an. (c) Man versucht, weiter zu
machen wie bisher und den Fakten und der Wahrheit treu zu
bleiben. Der Anteil der Menschen, die den letzteren Weg gehen
nimmt - so scheint es - ab, und genau das ist das Problem.


Wir möchten nicht verschweigen, dass wir über einige ziemlich
unappetitliche Details sprechen müssen, also etwa über
Tierversuche mit Elektroschocks oder Parallelen zwischen sozialen
Medien und den berühmten "Gehirnwäsche"-Camps in China und Korea
. Aber das ist nicht zu vermeiden, denn es geht letztlich um
nichts Geringeres als darum, wie unsere Demokratie überlebt.


Hier geht's zu den Shownotes auf achwas.fm


Zum Episodenbild:


Der Turmbau zu Babel von Pieter Breughel dem Älteren aus dem Jahr
1563 ist DAS Bild überhaupt zum Thema Verwirrungskatastrophen und
deshalb eine sehr adäquate visuelle Einstimmung zu dieser
Episode.


Bildquelle:
https://commons.wikimedia.org/wiki/Pieter_Bruegel_(I)#/media/File:Pieter_Bruegel_the_Elder_-_The_Tower_of_Babel_(Vienna)_-_Google_Art_Project_-_edited.jpg



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