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Die Retorten der entfesselten künstlichen Intelligenzen
produzieren rund um die Uhr alle Arten von Inhalten – Pardon,
„Content“ - in Mengen, für die früher Tausende von Autor/innen
hunderttausende Stunden hätten arbeiten müssen. Musik, Texte,
Bilder quellen aus dem Browser wie gebratene Tauben und sie
werden von findig entwickelten Bots optimiert und in die
Trefferlisten der Suchmaschinen hineingepresst.

Als Bewohner dieses zweifelhaften Schlaraffenlands müssen wir
nichts mehr tun. Alles schreibt, komponiert, textet und gestaltet
sich im Nu, in beliebigen Mengen, wie von Geisterhand. Versteht
sich von selbst, dass es hier nicht um Qualität oder Wahrheit,
sondern um Aufmerksamkeit und Reichweite geht.

„AI-Slop“ oder „KI-Slop“ nennt man diesen lautlosen
Content-Tsunami und so nimmt es nicht Wunder, wenn es
mittlerweile Menschen gibt, die das Internet quasi für tot
erklären oder seinen nahen Untergang voraussagen, tot und
begraben unter …KI-Slop! Einmal mehr fragen wir uns, woher das
kommt und ob all das wirklich eine gute Idee ist. Immerhin haben
alle historischen Utopien des Schlaraffenlands sich für die
zwiespältige Wirkung eines solchen Überflusses interessiert: Man
könnte sagen: Es ist viel, es ist einfach und bequem, aber es
degeneriert ziemlich schnell...

Hier geht's zum Blog auf achwas.fm

Zum Episodenbild:

Pieter Brueghel der Ältere hat diese weltberühmte Vision des
Schlaraffenlands 1576 gemalt. Ein Ritter, ein Bauer und ein
Gelehrter liegen - vom vielen Genuss schon leicht adipös
aufgequollen - unter einem Baum und warten darauf, dass die dort
bereitgestellten Köstlichkeiten sich von selbst auf den Weg zu
ihnen machen. Die Kombination von Überfluss und Trägheit
entspricht natürlich der Moral des ausklingenden Mittelalters,
doch als Allegorie für KI-Slop können wir uns kaum etwas Besseres
vorstellen.

Bildquelle:
https://de.wikipedia.org/wiki/Das_Schlaraffenland_(Bruegel)#/media/Datei:Pieter_Bruegel_d._%C3%84._(1525-1569)_-_Das_Schlaraffenland_-_8940_-_Bavarian_State_Painting_Collections.jpg
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„Über KI-Slop“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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