38.1 Wandertaube – Wie eine der häufigsten Vogelarten der Welt verschwand

38.1 Wandertaube – Wie eine der häufigsten Vogelarten der Welt verschwand

vor 1 Tag
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Beschreibung

vor 1 Tag

Milliarden von Wandertauben durchzogen einst in riesigen
Schwärmen die Wälder Nordamerikas und verdunkelten dabei mitunter
stundenlang den Himmel. Noch im 19. Jahrhundert schien ihr
Bestand unerschöpflich. Doch innerhalb weniger Jahrzehnte
verschwand die Art vollständig. Intensive Bejagung und die
großflächige Zerstörung ihrer Lebensräume führten zu einem der
dramatischsten Aussterbeereignisse der jüngeren Geschichte.
Besonders tragisch ist, dass die Wandertaube gerade aufgrund
ihrer enormen Schwarmgrößen verwundbar war.


Die Tiere waren auf große Brutkolonien und soziale Interaktionen
angewiesen und konnten sich von den massiven Bestandsverlusten
nicht erholen. 1914 starb die Art endgültig aus. Heute zeugen nur
noch Präparate in Museen auf der ganzen Welt von ihrer einstigen
Häufigkeit, darunter auch im Naturmuseum St. Gallen. Im ersten
Teil dieser Doppelfolge werfen wir gemeinsam mit Madeleine
Geiger, Leiterin Sammlung und Forschung am Naturmuseum St.
Gallen, einen Blick auf den einst häufigsten Vogel Nordamerikas.


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Bildcopyright: John James Audubon
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