Vanlife-Abenteuer in Wales: Flugzeug-Spotting im Nationalpark, Straßendrama & die Tücken der Drohne | Ep. 37

Vanlife-Abenteuer in Wales: Flugzeug-Spotting im Nationalpark, Straßendrama & die Tücken der Drohne | Ep. 37

vor 2 Tagen
36 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Tagen

In der 37. Episode nehmen wir euch mit auf einen ereignisreichen
Tag voller unerwarteter Entdeckungen, spektakulärer Aussichten
und den ganz normalen Herausforderungen des Lebens im Camper.
Nach einer windigen, schaukeligen Nacht an einem walisischen See
startete der Tag gewohnt gemütlich. Valentin half wie immer
fleißig bei der morgendlichen Kaffeezubereitung, bevor sich die
Abreise durch die morgendliche Gassirunde mit Mila, das
gemeinsame Frühstück mit Rührei und den anschließenden Abwasch
bis ca. 12:00 Uhr verzögerte.


Nervenkitzel beim Ausparken und die Fahrt in die Berge


Schon das Verlassen des Parkplatzes am See wurde zur
Geduldsprobe. Das Wohnmobil stand auf der rechten Straßenseite –
entgegen der Fahrtrichtung im britischen Linksverkehr – direkt
hinter einer unübersichtlichen Kurve, um die die Fahrzeuge recht
zügig geschossen kamen. Da der Oldtimer-Motor nach dem Anlassen
alle Außengeräusche schluckte, hieß es: abwarten, den passenden
Moment abpassen, ein Stück zurücksetzen und dann mit Vollgas
sicher auf die Straße einscheren.


Die anschließende Fahrt führte uns über eine gut ausgebaute
Bergstraße, die auf der linken Seite gesichert mit einer Mauer
schätzungsweise 30 bis 40 Meter steil ins Tal abfiel, was für
Erinnerungen an die vergangene Reise in der Türkei weckte.


Parkplatzglück und das Drohnen-Verbot


Obwohl Beschreibungen im Internet davor warnten, dass es am
Zielort – direkt an der A487 – ab mittags schwierig werden würde,
einen Parkplatz zu finden, hatten wir Glück. Genau ein Platz war
bei der Ankunft frei. Nach einem gekonnten Wendemanöver stand das
Wohnmobil perfekt, während nachfolgende Fahrzeuge bereits auf die
umliegenden Wiesen ausweichen mussten.


Da es stark bewölkt und extrem windig war, verzichteten wir auf
Sonnencreme, packten aber die Drohne für spektakuläre Aufnahmen
ein. Die Enttäuschung folgte jedoch direkt am Eingangstor zum
Wanderweg: Ein großes Schild wies ein striktes Drohnenverbot aus.
Die Region ist als militärisches Tieffluggebiet deklariert;
Zuwiderhandlungen müssen sogar bei der Polizei angezeigt werden,
weshalb die Drohne unverrichteter Dinge wieder zurück ins
Wohnmobil wanderte.





Der anschließende Aufstieg hatte es in sich: Mit Valentin in der
Trage (zusätzliche 10 Kilo) ging es bei gefühlten 45 Grad
Steigung den Berg hinauf. Nach nur wenigen hundert Metern war die
Anstrengung sichtlich ins Gesicht geschrieben. Belohnt wurde die
Mühe jedoch mit einem spektakulären Panoramablick über den
Nationalpark und die umliegende Bergwelt, von wo aus man sogar
das Wohnmobil auf dem Parkplatz und die Schafe auf den Hängen
sehen konnte.


Das Geheimnis der "Plane Spotter"


Oben angekommen, trafen wir auf eine Gruppe von Menschen, die auf
Campingstühlen und Decken saßen und teilweise kleine Zelte
aufgebaut hatten. Wie sich im Gespräch herausstellte, handelte es
sich um professionelle Flugzeug-Spotter. Ausgerüstet mit
Funkgeräten, Radarsystemen, Satellitenantennen und gigantischen
Teleobjektiven warteten sie auf Militärflugzeuge, die die
Schlucht für Überschall- und Tiefflüge nutzen.


Obwohl in den Stunden zuvor kaum etwas geflogen war, hatten wir
auf dem Rückweg unfassbares Glück: Zuerst zog ein kleinerer
Privatjet tief durch das Tal. Kurz darauf kündigten die Spotter
mit den Worten „It’s coming!“ das Highlight an: Zwei Militärjets
schossen im rasanten Tiefflug direkt hintereinander durch die
Schlucht und drehten sich spektakulär vor unseren Augen. Selbst
Valentin war von der Lautstärke und dem Anblick fasziniert und
schaute sich die Videos später begeistert wieder an.


Weiterreise zum Campingplatz "Fronalchen"


Nach dem Abstieg und einem kurzen Plausch mit einem älteren
Pärchen ging die Fahrt weiter über das Hochplateau. Über eine
Straße mit 8 % Gefälle erreichten wir schließlich den im Tal
zwischen den Bergen gelegenen Campingplatz „Fronalchen“. Dieser
überzeugt mit modernen Sanitäranlagen und Inklusiv-Duschen – eine
Wohltat nach diesem anstrengenden, aber unvergesslichen
Wandertag.
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