Beschreibung
vor 2 Tagen
Menschen in ihren Wünschen, Sorgen und Bedarfen zu verstehen, ist
das zentrale Feld der Sozialforschung. Die Methoden der
qualitativen und quantitativen Sozialforschung, sich diesem
Verstehen anzunähern, sind unterschiedlich.
Dr. Silke Borgstedt ist Geschäftsführerin des SINUS Instituts,
das sich seit den 1970er Jahren mithilfe der SINUS-Milieus
Menschen in ihren Ähnlichkeiten, aber auch Unterschieden,
annähert, und sie war außerdem Mitglied in der „Initiative für
einen handlungsfähigen Staat“. Mit ihr sprechen Berthold Vogel
und Julia Kropf über die Frage, was die permanenten Umfragen,
Sonntagsfragen und Einschätzungen uns eigentlich über den
„echten“ Zustand unserer Gesellschaft verraten können. Und wie
man das interpretiert, was zwischen den Antworten steckt?
„Keine Antwort ohne Frage“ – steht in Großbuchstaben im
SINUS-Institut. Aber mit welchen Fragen lassen sich echte
Erkenntnisse gewinnen? Wie lassen sich Menschen verstehen, wenn
deren Quellen immer fragmentierter werden? Wie können wir uns auf
eine gemeinsame Realität oder auf gemeinsame Wirklichkeitsquellen
verständigen? Oder gibt es eine neue Form der
Wirklichkeitskonstruktion? Wie finden wir einen Weg, gut im
Alltag zusammen leben zu können und die Ressourcen und
Infrastrukturen zu stärken, über die wir gemeinsam verfügen und
darauf angewiesen sind?
Politik kann den Menschen mehr zutrauen, darin waren sich die
drei einig. Aber während wir viel über das sinkende Vertrauen der
Bürgerinnen und Bürger in Politik sprechen, müssen wir uns auch
die Frage stellen, wie es andersherum ist: Vertraut der Staat
auch seinen Bürgerinnen und Bürgern?
#wirleistenunsgesellschaft #sozialforschung #krisencoolness
#wirklichkeitskonstruktion #gesellschaftlicherzusammenhalt
#welchezukunftwollenwir
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