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  3. Wir leisten uns Gesellschaft - Der soziologische Podcast von Berthold Vogel und Julia Kropf Podcast

Episoden

1 Stunde 7 Minuten
Menschen in ihren Wünschen, Sorgen und Bedarfen zu verstehen, ist das zentrale Feld der Sozialforschung. Die Methoden der qualitativen und quantitativen Sozialforschung, sich diesem Verstehen anzunähern, sind unterschiedlich.

Dr. Silke Borgstedt ist Geschäftsführerin des SINUS Instituts, das sich seit den 1970er Jahren mithilfe der SINUS-Milieus Menschen in ihren Ähnlichkeiten, aber auch Unterschieden, annähert, und sie war außerdem Mitglied in der „Initiative für einen handlungsfähigen Staat“. Mit ihr sprechen Berthold Vogel und Julia Kropf über die Frage, was die permanenten Umfragen, Sonntagsfragen und Einschätzungen uns eigentlich über den „echten“ Zustand unserer Gesellschaft verraten können. Und wie man das interpretiert, was zwischen den Antworten steckt?

„Keine Antwort ohne Frage“ – steht in Großbuchstaben im SINUS-Institut. Aber mit welchen Fragen lassen sich echte Erkenntnisse gewinnen? Wie lassen sich Menschen verstehen, wenn deren Quellen immer fragmentierter werden? Wie können wir uns auf eine gemeinsame Realität oder auf gemeinsame Wirklichkeitsquellen verständigen? Oder gibt es eine neue Form der Wirklichkeitskonstruktion? Wie finden wir einen Weg, gut im Alltag zusammen leben zu können und die Ressourcen und Infrastrukturen zu stärken, über die wir gemeinsam verfügen und darauf angewiesen sind?

Politik kann den Menschen mehr zutrauen, darin waren sich die drei einig. Aber während wir viel über das sinkende Vertrauen der Bürgerinnen und Bürger in Politik sprechen, müssen wir uns auch die Frage stellen, wie es andersherum ist: Vertraut der Staat auch seinen Bürgerinnen und Bürgern?

#wirleistenunsgesellschaft #sozialforschung #krisencoolness #wirklichkeitskonstruktion #gesellschaftlicherzusammenhalt #welchezukunftwollenwir
52 Minuten
Wenn Soziologie und Philosophie aufeinandertreffen, dann wird es ab Frage 1 schon anders als geplant. Gast in dieser Folge ist Ziad Mahayni. Er ist Professor für Angewandte Ethik an der Hochschule in Karlsruhe und leitet das Zentrum für ethische Fragen im 21. Jahrhundert. Mit ihm sprechen wir über die Frage, ob wir angesichts einer „entfesselten technologischen Entwicklung, einer entfesselten ökologischen Krise und einer instabilen Weltordnung“ als Mensch und Gesellschaft eigentlich noch wissen, wer wir sind und wo wir hin wollen. Welche Zukunft wollen wir? Dabei waren wir uns nicht immer einig, wo wir uns befinden zwischen Anpassung und Fortschritt. Haben wir nicht viel mehr Potentiale als in den allgegenwärtigen Abstiegsnarrativen nahegelegt wird? Oder müssen wir nicht noch viel ehrlicher die Krisenhaftigkeit unserer Zeit aufzeigen? Wie gelingt Anpassung mit Gestaltung? Können wir aus dem Fortschritt der Vergangenheit lernen? Und was müssen wir bewahren und daraus Neues entwickeln in einer Welt, die zunehmend von Künstlicher Intelligenz geprägt sein wird? Ist KI overhyped oder underhyped – oder beides? Und wie ist Einigung und Verständigung über eine gemeinsame Ausrichtung (noch) möglich? Wie gestalten wir das Spannungsfeld zwischen technologischer und gesellschaftlicher Entwicklung? Unser Fazit: Das Gespräch braucht eine Fortsetzung!

#wirleistenunsgesellschaft #ki #anpassung #fortschritt #gesellschaftlicherzusammenhalt #welchezukunftwollenwir
1 minute
Viele der Themen, über die Berthold Vogel und Julia Kropf in diesem Jahr mit ihren Gästen gesprochen haben, gehörten 2025 zu den großen gesellschaftspolitischen Fragen – wie u.a. Lernen aus der Pandemie, innere Sicherheit, generationengerechte Politik. Ein Thema hallt noch besonders nach: Welche Spuren hinterlässt die Corona-Pandemie bis heute? Welche Erinnerungen bleiben auch im sozialen Gedächtnis?

In dieser Folge ging es auch um diese Fragen: Wie verändert sich unser gesellschaftliches Miteinander? Welche Folgen hat Einsamkeit als kollektive Erfahrung? Wer trägt welche Lasten in unserer Gesellschaft, wer bringt welchen Beitrag ein – und wie gerecht geht es dabei zu? Welche Rolle spielen Kommunen als Orte des Zusammenhalts, und wie können Bildung und Weiterbildung Zuversicht, Horizonte und neue Handlungsspielräume eröffnen? Die Folge sucht auch nach Antworten auf das Wofür unserer Gesellschaftsform und blickt vorsichtig zuversichtlich ins kommende Jahr: Was haben wir zu verlieren, was zu gewinnen, und wie kann die große Stärke und Kraft unserer Demokratie auch emotional besser vermittelt werden?

Ein großer Dank gilt den Gästen, die sich in diesem Jahr mit Berthold Vogel und Julia Kropf Gesellschaft geleistet haben: Natalie Grimm, Jochen Kopelke, Ronja Ebeling, Henning Sußebach und Lothar Wieler!
1 Stunde 16 Minuten
Wir können nicht mit Lothar Wieler sprechen, ohne auch über die Corona-Pandemie zu reden. Lothar Wieler, heute verantwortlich für das Cluster Digital Health und Professor für Digital Global Public Health am Hasso Plattner Institut, war von 2015 bis 2023 Präsident des Robert-Koch-Instituts. Also zu genau zu der Zeit, als die Corona-Pandemie die Welt verändert hat. Unzählige Abstimmungen, Abwägungen, Einschätzungen und Entscheidungen haben seinen Alltag in dieser Zeit bestimmt. Er war einer der zentralen Experten und Erklärer, der über neue Erkenntnisse und den Stand der Pandemie informierte.

Wir sprechen mit ihm über die gesellschaftlichen Narben, die die Pandemie hinterlassen hat. Und über die Frage, was wir als Gesellschaft eigentlich daraus gelernt haben. Wie sind wir vorbereitet auf eine mögliche nächste Pandemie – als Gesellschaft, in der politischen Kommunikation und mit Blick auf unser Gesundheitssystem?
55 Minuten
Anna - ein Frauenleben gegen die Widrigkeiten ihrer Zeit. Anna lebte von 1867 bis 1932 und ist die Urgroßmutter von Henning Sußebach. Der mehrfach ausgezeichnete Journalist der ZEIT und feinsinnige Gesellschaftsbeobachter schreibt gegen das soziale Vergessen und fragt sich gleichzeitig, was wir von seiner Urgroßmutter heute lernen können. Für was steht Anna, welche Haltung repräsentiert sie, wie ist sie mit Wendepunkten im Leben und Transformationsprozessen in der Gesellschaft umgegangen? Dicht und anschaulich beschreibt Sußebach den gesellschaftlichen Kontext, in dem Anna Entscheidungen getroffen hat und er versucht, durch ihre Augen auf die Welt zu blicken.

„Wir sind Zwerge auf den Schultern von Riesen und Riesinnen.“ Diese Redewendung reicht weit zurück und macht deutlich, wie oft wir vergessen, auf welchem Fundament wir eigentlich stehen. Welches Fundament wollen wir also für nachfolgende Generationen legen?

Das Buch von Henning Sußebach „Anna oder: Was von einem Leben bleibt“ erscheint am 11.07.2025
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Über diesen Podcast

Wir leisten uns Gesellschaft | Wir, das sind: Berthold Vogel, Geschäftsführender Direktor des Soziologischen Forschungsinstituts Göttingen (SOFI) sowie Sprecher des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) am Standort Göttingen und Julia Kropf, Soziologin und freie Moderatorin. Wir leisten uns Gesellschaft im Gespräch über Fragen und Themen, die unsere Zeit bewegen. Wir leisten uns Gesellschaft | Das klingt selbstverständlich. Aber es klingt in diesen Zeiten auch nach Luxus und Zumutung zugleich. Wer kann sich Gesellschaft leisten? Wer muss und wer möchte sich Gesellschaft leisten – und wenn ja, welche? Wir werden uns Gesellschaft leisten | Einmal im Monat, zu zweit und mit Gästen www.sofi-goettingen.de www.fgz-risc.de www.julia-kropf.de
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Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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