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Beschreibung
vor 20 Stunden
Künstliche Intelligenz verspricht Effizienz, Entlastung und neue
Möglichkeiten – gerade in Bereichen wie Compliance,
Legal, Datenschutz, Banken, Versicherungen und
Verwaltung. Doch je stärker KI in fachlich
anspruchsvolle Prozesse hineinwirkt, desto wichtiger wird die
Frage: Wer prüft, wer entscheidet, wer haftet – und
welche Rolle bleibt dem Menschen?
In dieser Folge von Verdachtsmomente – dem
Podcast der AWADO Rechtsanwaltsgesellschaft mbH
– spricht Host Dr. Dominik Brückel erneut mit
seinem Kollegen Rechtsanwalt Baris Cem Batur,
LL.M..
Im Mittelpunkt dieser Folge steht die praktische Frage, wie KI in
professionellen Arbeitsumgebungen eingesetzt werden kann, ohne
Qualität, Vertraulichkeit und Verantwortung aus dem Blick zu
verlieren.
Ein zentraler Gedanke über den Dominik und Baris in der Folge
sprechen:
Die KI ist nur so gut wie der Mensch, der sie führt,
prüft und in den richtigen Kontext setzt.
Gerade im Legal- und Compliance-Bereich genügt es nicht, ein
leistungsfähiges Modell einzusetzen. Entscheidend ist, ob
Organisationen klare Prozesse schaffen:
Welche KI-Systeme dürfen verwendet werden? Welche Daten dürfen
eingegeben werden? Wer validiert Ergebnisse? Welche Aufgaben
bleiben zwingend beim Menschen? Und wie wird dokumentiert, dass
der Einsatz rechtskonform und fachlich angemessen erfolgt?
Dominik und Baris diskutieren außerdem das sogenannte
Effizienzparadoxon: Erfahrene Fachkräfte können
mit KI schneller und besser arbeiten – gleichzeitig besteht
langfristig das Risiko, dass jüngere Berufseinsteigerinnen und
Berufseinsteiger zentrale Grundlagen manueller Facharbeit weniger
intensiv erlernen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die organisatorische Verankerung von
KI-Compliance. Baris erläutert, warum Unternehmen klare
Verantwortlichkeiten brauchen – etwa durch Rollen wie
Data Owner, Model Owner,
KI-Manager, KI-Beauftragte oder
ein KI-Board, in dem relevante Funktionen wie
Datenschutz, IT-Sicherheit, Compliance, Legal, interne Revision
und gegebenenfalls Geldwäscheprävention zusammenarbeiten.
Zum Abschluss gibt Baris drei praktische Takeaways für gute
KI-Compliance.
Die Folge macht deutlich:
KI verändert Arbeit – aber sie löst Verantwortung nicht
auf.
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