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Beschreibung
vor 20 Stunden
In dieser Folge sprechen wir mit Freddy und
Marion über ADHS im Erwachsenenalter. Beide
wurden erst spät diagnostiziert: Freddy mit 29 Jahren, Marion mit
Ende 58. Beide leben außerdem mit weiteren psychiatrischen
Erkrankungen und berichten offen darüber, wie sich ihr Leben vor
der Diagnose angefühlt hat.
Im Mittelpunkt steht die Frage, was passiert, wenn
Schwierigkeiten, die lange als persönliches Versagen, Chaos,
Überforderung oder „Anderssein“ erlebt wurden, plötzlich einen
Namen bekommen. Freddy und Marion erzählen, welche Probleme sie
vor der Diagnose begleitet haben, wie sie mit Alltag,
Beziehungen, Arbeit, innerer Unruhe, Erschöpfung und
Selbstzweifeln umgegangen sind und welche Spuren das hinterlassen
hat.
Wir sprechen darüber, wie sich der Blick auf die eigene Biografie
nach der ADHS-Diagnose verändert: Welche Situationen erscheinen
rückblickend in einem anderen Licht? Was war vielleicht nie
Faulheit, Unzuverlässigkeit oder fehlende Disziplin, sondern
Ausdruck einer neurobiologischen Besonderheit? Und was bedeutet
es, sich selbst nach vielen Jahren neu zu verstehen?
Eine Folge über späte Erkenntnis, Selbstabwertung, Erleichterung,
Wut, Trauer — und darüber, wie eine Diagnose nicht alles löst,
aber vieles erklärbarer machen kann.
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