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Ein neuer Vertriebler durchläuft unseren kompletten
Bewerbungsprozess, überzeugt im Schnuppertag, unterschreibt den
Vertrag, arbeitet einen Tag mit – und ist danach spurlos
verschwunden. Kein Anruf, keine Reaktion auf E-Mail oder WhatsApp.
Auf den ersten Blick eine kuriose Personalgeschichte. Auf den
zweiten dieselbe Frage, die sich jeder bei der Leadgewinnung
stellt: Wie viel darf ich vorab prüfen, ohne die Richtigen zu
vertreiben? ---- Was passiert ist Den Vertrieb haben wir über die
Jahre zu unserer größten Baustelle erklärt und deshalb einen
mehrstufigen Prozess gebaut, der bewusst Hürden enthält: •
Ausschreibung über Indeed mit drei Einstiegsfragen •
Sprachnachricht (max. 90 Sekunden) für den ersten akustischen
Eindruck • Telefonat mit der Teamassistenz zu Rahmen und
Erwartungen • Videocall mit uns beiden • Schnuppertag mit echten
Anrufen aus dem CRM An jeder Stufe steigen Kandidaten aus – genau
das ist der Sinn. Hier passte alles, bis hin zum Vertrag. Eine
spätere Recherche bei einem früheren Arbeitgeber zeigte dasselbe
Muster: gleiche Zahlen, gleiches Auftreten, nach zwei Tagen
verschwunden. Unsere Vermutung: Der unterschriebene Vertrag selbst
war der eigentliche Zweck. ---- Was wir jetzt ergänzen – und was
bewusst nicht Wir vertrauen Menschen grundsätzlich erstmal. Nach
diesem Fall ergänzen wir zwei gezielte Prüfungen, ohne den Prozess
in ein Verhör zu verwandeln: • Zwei Referenzen früherer Arbeitgeber
mit Kontaktdaten • Personalausweis zur Bestätigung der Meldeadresse
Mehr nicht. Denn jede weitere Frage filtert nicht nur die Falschen
aus, sie schreckt auch gute Leute ab. ---- Was das mit deiner
Leadgewinnung zu tun hat Dieselbe Logik gilt für jedes
Anfrageformular. Du kannst Budget, Umsatz oder Unternehmensgröße
abfragen, um die Falschen früh auszusortieren. Jede dieser Fragen
ist aber eine zusätzliche Barriere – und vorsichtige, eigentlich
passende Interessenten springen ab, bevor du sie überhaupt
erreichst. • Wenige Felder bringen mehr Kontakte, dafür gemischtere
Qualität • Viele Felder bringen sauberere Anfragen, dafür deutlich
weniger davon • Die richtige Dosis hängt davon ab, was dich eine
Fehlbesetzung oder ein schlechter Lead wirklich kostet ---- Ein
einfacher Entscheidungsrahmen Frag dich bei jeder zusätzlichen
Abfrage: Sortiert sie wirklich die Falschen aus – oder schreckt sie
vor allem die Richtigen ab? Ist die Antwort nicht eindeutig, lass
das Feld weg. Lieber eine Hürde zu wenig und im Gespräch
nachfassen, als die guten Anfragen nie zu bekommen.
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„Wie viel darfst du fragen, bevor der Kunde abspringt?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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