12: Antirassistische Schule – mit Rahel El-Maawi

12: Antirassistische Schule – mit Rahel El-Maawi

vor 2 Tagen
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Beschreibung

vor 2 Tagen

Willkommen zurück bei keshmesh! In dieser Folge sprechen Ahmed
und Kambez mit der soziokulturellen Animatorin, Dozentin,
Tänzerin und Autorin Rahel El-Maawi. Rahel gewährt uns tiefe
Einblicke in ihre Arbeit und erklärt, warum der Kampf für
Gerechtigkeit nicht nur im Kopf, sondern auch im Körper
stattfindet.


Wir beleuchten die Entstehungsgeschichte ihres
Co-Autor*innen-Werks "No to Racism – Grundlagen für eine
rassismuskritische Schulkultur" und sprechen über das von
ihr mitbegründete Netzwerk Raksa. Warum sind Curricula in
der Sozialen Arbeit oder an pädagogischen Hochschulen oft noch
nicht rassismuskritisch? Und warum müssen wir Intersektionalität
(die Überschneidung verschiedener Diskriminierungsformen) viel
stärker in unseren Alltag und in unsere Reflektionen und den
Umgang miteinander integrieren? All das und noch viel mehr in
dieser Episode.


In dieser Folge erfahrt ihr:




Intersektionalität
begreifen: Diskriminierungsformen dürfen nicht
isoliert betrachtet werden. Erst wenn wir verstehen, wie sich
verschiedene Identitäten (wie Herkunft, Geschlecht,
Sexualität) und Machtverhältnisse überschneiden, können wir
marginalisierten Jugendlichen wirklich gerecht werden.




Der Körper speichert
Ungerechtigkeit: Rassismus und Diskriminierung
sind nicht nur theoretische Konstrukte, sondern setzen sich
als tiefgreifende Blockaden im Körper fest. Rahel El-Maawi
nutzt Tanz und Bewegungsforschung, um diese spürbaren
Barrieren zu transformieren und aufzulösen.




Abwehr und "weisse Fragilität" im
Bildungssystem: Viele Lehrkräfte und
Institutionen reagieren mit Widerstand, wenn struktureller
Rassismus thematisiert wird. Das eigene Selbstbild als
progressive, "helfende" Person wird dadurch erschüttert, was
dringend benötigte Strukturveränderungen oft blockiert.




Pluralitätskompetenz statt starrer
Normen: Die Schule lehrt oft nur eine einzige,
richtige Norm. Pädagogisches Personal muss lernen, diese
starren Muster zu "verlernen", Neugierde zu zeigen und die
vielfältigen Lebenswelten von Schüler:innen mit Migrations-
oder Fluchtgeschichte aktiv anzuerkennen.




Netzwerk Raksa als Sprachrohr: Weil das
Thema Rassismus an Hochschulen und in den Curricula der
Sozialen Arbeit viel zu wenig behandelt wird, wurde
das Netzwerk für rassismuskritische Soziale Arbeit
(Raksa) gegründet. Es macht durch praxisnahe
Fallbeispiele den strukturellen Rassismus in der Schweiz
sichtbar.




Fundament durch "No to Racism": Das von
Rahel mitverfasste Buch entstand aus einem enormen Mangel an
rassismuskritischer Schul-Literatur in der Schweiz. Es gibt
Fachpersonen endlich Werkzeuge an die Hand, um eine
gerechtere Schulkultur zu etablieren.




Erwähnungen in dieser Folge: Anja Nunyola Glover, Hanan Salamat,
Toni Morrison, bell hooks, Nelson Mandela ("no one is born
racist"), Tupoka Ogette, Simone de Beauvoir, die Anti-Bias-Reise,
Annita Kalpaka, Asmaa Dehbi & Noemi Trucco (Grundlagenstudie
Anti-Muslimischer Rassismus in der Schweiz,
https://folia.unifr.ch/unifr/documents/331088).





Website von Rahel: https://www.el-maawi.ch/


Vor.Bilder.Buecher auf Instagram: @vor.bilder.buecher





www.keshmesh.ch


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Peace out,


Ahmed & Kambez





Logo/Design: Chris Rohner | juhuni.ch


Illustrationen: Sarah Blaser | hellopazuzu.com

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