Vom Fleischfresser zur Blütenfreundin: die Bienen-Evolution
vor 3 Tagen
Bevor Bienen Nektar und Pollen sammelten, waren sie Fleischfresser.
Karl erzählt von der Evolution der Bienen: von ihren
Wespenverwandten über Fossilien in Bernstein und Ton bis zu den
modernen Bestäubern unserer Welt.
Podcast
Podcaster
Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziskia Konitzer und Karl Urban regelmäßig Geschichten, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – oder die sie in den Tiefen und Untiefen des Universum...
Beschreibung
vor 3 Tagen
Die Onlinemagazin RiffReporter, zu dem AstroGeo gehört, braucht
eure Hilfe: Hier gehts zum laufenden Crowdfunding
https://www.startnext.com/riffreporter Manchmal landeten Insekten
auf dem frisch ausgeflossenen Harz eines Baumes, klebten fest und
wurden schließlich von dem Harz eingeschlossen. Dieses Harz wurde
später Teil des Bodens und des Sediments und schließlich zu einem
durchscheinenden Stein – dem Bernstein. Mit viel Glück findet viele
Tausend oder Millionen Jahre später ein Mensch den Bernstein mit
dem Insekt darin. Was nach dem Stoff für eine bekannte Science
Fiction-Filmserie klingt, ist zumindest im Ansatz Realität: Karl
erzählt in dieser Folge nicht etwa von eingeschlossen Stechmücken
mit Dinosaurier-DNA, sondern von Insekten, die uns deutlich
sympathischer sind. Es geht um die Bienen: wer ihre Vorfahren
waren, wann in der Erdgeschichte sie sich entwickelten und wieso
sie zu dem wurden, was sie heute sind. Wir schätzen sie als
wichtige Bestäuber von Blütenpflanzen, züchten die europäische
Honigbiene, lassen uns ihren Honig schmecken. Dabei sind Bienen
eine extrem diverse Tiergruppe, die als Einzelgänger oder in
riesigen sozialen Völkern lebt. Insektenforscher sind froh über
fossilisierte Insekten, ob in Bernstein oder eingebettet in
Tonstein. Dank ihnen wissen sie: Bienen entstanden aus
fleischfressenden Vierflüglern, die eher den heutigen Grabwespen
ähnelten. Zu Beginn der Kreidezeit tauchten dann die ersten
Blütenpflanzen auf, die sich quasi zeitgleich mit den ersten
Bienenarten über die Welt ausbreiteten. Bienchen und Blümchen
beeinflussten sich dabei gegenseitig. Schon am Ende der Kreidezeit
vor 66 Millionen Jahren hatten Blütenpflanzen die Kontinente
erobert – und mit ihnen die Bienen. Es geht in dieser Folge um wild
lebende Bienen, um Solitärbienen und um Hummeln. Auch die
europäische Honigbiene gehört dazu: Sie ist zwar heute ein
weitgehend domestiziertes Tier, das von Imkern gehalten, versorgt
oder gegen Krankheiten oder Parasiten behandelt wird. Wild lebend
kommt es in unseren Breiten kaum noch vor. Uns Menschen ist sie nah
und nützlich. Wir verwenden die Honighbiene als Covergirl für
Naturschutzbroschüren oder Wahlplakate, was nicht immer
gerechtfertigt ist. Zurecht geschätzt wird sie als wichtige
Bestäuberin in der Kulturlandschaft. Episodenbild: public domain,
Sara Guerrieri, USGS
eure Hilfe: Hier gehts zum laufenden Crowdfunding
https://www.startnext.com/riffreporter Manchmal landeten Insekten
auf dem frisch ausgeflossenen Harz eines Baumes, klebten fest und
wurden schließlich von dem Harz eingeschlossen. Dieses Harz wurde
später Teil des Bodens und des Sediments und schließlich zu einem
durchscheinenden Stein – dem Bernstein. Mit viel Glück findet viele
Tausend oder Millionen Jahre später ein Mensch den Bernstein mit
dem Insekt darin. Was nach dem Stoff für eine bekannte Science
Fiction-Filmserie klingt, ist zumindest im Ansatz Realität: Karl
erzählt in dieser Folge nicht etwa von eingeschlossen Stechmücken
mit Dinosaurier-DNA, sondern von Insekten, die uns deutlich
sympathischer sind. Es geht um die Bienen: wer ihre Vorfahren
waren, wann in der Erdgeschichte sie sich entwickelten und wieso
sie zu dem wurden, was sie heute sind. Wir schätzen sie als
wichtige Bestäuber von Blütenpflanzen, züchten die europäische
Honigbiene, lassen uns ihren Honig schmecken. Dabei sind Bienen
eine extrem diverse Tiergruppe, die als Einzelgänger oder in
riesigen sozialen Völkern lebt. Insektenforscher sind froh über
fossilisierte Insekten, ob in Bernstein oder eingebettet in
Tonstein. Dank ihnen wissen sie: Bienen entstanden aus
fleischfressenden Vierflüglern, die eher den heutigen Grabwespen
ähnelten. Zu Beginn der Kreidezeit tauchten dann die ersten
Blütenpflanzen auf, die sich quasi zeitgleich mit den ersten
Bienenarten über die Welt ausbreiteten. Bienchen und Blümchen
beeinflussten sich dabei gegenseitig. Schon am Ende der Kreidezeit
vor 66 Millionen Jahren hatten Blütenpflanzen die Kontinente
erobert – und mit ihnen die Bienen. Es geht in dieser Folge um wild
lebende Bienen, um Solitärbienen und um Hummeln. Auch die
europäische Honigbiene gehört dazu: Sie ist zwar heute ein
weitgehend domestiziertes Tier, das von Imkern gehalten, versorgt
oder gegen Krankheiten oder Parasiten behandelt wird. Wild lebend
kommt es in unseren Breiten kaum noch vor. Uns Menschen ist sie nah
und nützlich. Wir verwenden die Honighbiene als Covergirl für
Naturschutzbroschüren oder Wahlplakate, was nicht immer
gerechtfertigt ist. Zurecht geschätzt wird sie als wichtige
Bestäuberin in der Kulturlandschaft. Episodenbild: public domain,
Sara Guerrieri, USGS
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