Kants Philosophie - Kants Denkmethoden: Teilnehmende Methode

Kants Philosophie - Kants Denkmethoden: Teilnehmende Methode

vor 1 Jahr
1 Stunde 28 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Jahr

Absoluter Irrtum ist nicht möglich, denn was absolut falsch wäre,
könnte niemand für wahr halten. Jede Position muss daher
wenigstens eine partiale Wahrheit enthalten. Kants Denken war
getragen von der Anteilnahme für seine Mitmenschen, auch in ihren
Irrungen. Wer widersprach, war ihm kein Gegner, sondern jemand,
mit dem er an der gemeinsamen Suche nach der Wahrheit teilnehmen
wollte. Deswegen war ihm seine teilnehmende Methode ganz
natürlich, die darin besteht, bei einem Widerstreit von zwei
Positionen, die beide von scharfsinnigen Denkern ohne
Privatinteressen vertreten werden, stets einen Mittelweg zu
suchen und beide in einer dritten Position zu vereinigen. Zitat:
0:08 Jeder Irrtum ist nur ein partialer: 0:55 Man soll mit
Teilnehmung darauf schauen, wo der andere Recht hat: 22:55 Wie
man andere Menschen überzeugt: 35:08 Man kann das Tote nicht
heilen, sondern nur das Lebendige, indem man das Leben darin
fördert: 39:23 Der Streit um Wahrheit soll ein Streit von
Freunden sein: 57:00 Der Mittelweg zwischen zwei widerstreitenden
Positionen: 1:09:44 Der mögliche chinesische Einfluss auf Kant:
1:12:58 Die Bedeutung der teilnehmenden Methode: 1:17:56 Der
Einfluss von Kants teilnehmender Methode auf nachfolgende Denker:
1:24:57 Dank: 1:28:11 Kant hat, wie die meisten Philosophen,
keine eigentlich methodologische Schrift verfasst. Am ehesten
finden sich Hinweise zur Methode in seiner Philosophischen
Enzyklopädie:
https://archive.org/details/kantsgesammeltes0000kant/page/n9/mode/2up
In seiner Logik: https://korpora.org/kant/aa09/001.html Und in
den Vorlesungen zur Logik:
https://archive.org/details/kantsgesammeltes241imma |
https://archive.org/details/kantsgesammeltes242imma/page/n7/mode/2up
Aber auch verstreut in anderen, vornehmlich theoretischen
Schriften. Die beste Empfehlung, die ich demjenigen geben kann,
der vor allem an einer Methodik interessiert ist, ist aber
ohnehin, nicht allein eine Theorie von der Methode zu verlangen,
sondern die Methode in ihrer Anwendung kennenzulernen. Als
Beispiel für Kants Verwendung der teilnehmenden Methode können
sein Erstlingswerk Gedanken von der wahren Schätzung der
lebendigen Kräfte und Beurteilung der Beweise, deren sich Herr
von Leibnitz und andere Mechaniker in dieser Streitsache bedienet
haben: http://korpora.org/kant/aa01/001.html und seine kurzen
Aufsätze Über den Gebrauch teleologischer Prinzipien in der
Philosophie: http://korpora.org/kant/aa08/157.html und
Ausgleichung eines auf Missverstand beruhenden mathematischen
Streits: http://korpora.org/kant/aa08/407.html herhalten. Gerade
die ersten beiden Schriften, in denen es zum einen um
physikalische, zum anderen um biologische Fragen geht, mag man
heute nicht mehr ihres naturwissenschaftlichen Gehalts wegen
studieren, sie sind aber zum Verständnis Kants und seiner Methode
noch immer sehr lesenswert, denn gerade hier entwirft er nicht
einfach ein philosophisches System, sondern setzt sich mit
Gegenpositionen auseinander, und man kann daher gut
nachvollziehen, auf welche Weise er dies tut. Wer mein
aufklärerisches Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
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