Kants Philosophie - Transzendentaler Idealismus

Kants Philosophie - Transzendentaler Idealismus

vor 1 Jahr
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Beschreibung

vor 1 Jahr

Die kopernikanische Revolution, die Immanuel Kant im Denken
herbeigeführt hat - und die bis heute kaum in ihrer ganzen Tiefe
und Tragweite erfasst wurde -, besteht in der Wende vom
transzendentalen Realismus, dem notwendigen Weltbild aller
Unaufgeklärten, zum transzendentalen Idealismus. Dies markiert
den Höhepunkt der Aufklärung, die durchaus weit mehr und weit
radikaler ist als das bisschen Vorurteilsfreiheit oder
Kirchenkritik, worauf man sie gerne reduziert. Und dies ist die
Einsicht, auf der Kants ganze Philosophie gründet (um hier nicht
von ihrem Einfluss sowohl auf die Fortdenker als auch auf die
Epigonen Kants, auf Fichte, Schelling, Hegel, Schiller,
Schopenhauer und andere mehr zu sprechen). Seine
Erkenntnistheorie, seine Metaphysikkritik, sein Freiheitsbegriff,
seine Moralphilosophie, seine Religionsphilosophie - sie alle
werden nur durch seinen transzendentalen Idealismus verständlich.
Dieser aber besteht in der simplen Erkenntnis: Was immer in
unserem Bewusstsein ist, ist eben darum eine Vorstellung, nicht
ein an sich existierendes Ding. Zitat: 0:08
Transzendentalphilosophie als ein neuer Modus des
Philosophierens: 0:16 Der Ort der Transzendentalphilosophie in
Kants architektonischem System: 14:28 Transzendental und
transzendent: 23:26 Bedeutung und Schwierigkeit des
transzendentalen Idealismus: 29:30 Der transzendentale
Idealismus: 40:22 Das physische und das transzendentale Ding an
sich: 49:07 Das "Ich denke" muss all meine Vorstellungen
begleiten können: 1:06:14 Häufige Missverständnisse: Der
transzendentale Idealismus erklärt die Welt nicht zum bloßen
Schein: 1:17:37 Ohne transzendentalen Idealismus droht der
Skeptizismus: 1:29:44 Ohne transzendentalen Idealismus sind Gott
und Religion unmöglich: 1:44:04 Ohne transzendentalen Idealismus
sind Naturgesetze und Naturwissenschaft unmöglich: 1:50:01
Erkenne dich selbst: 2:02:30 Inwiefern Kant eine "kopernikanische
Wende" eingeläutet hat: 2:07:50 Kritische Philosophie lässt uns
entdecken, dass wir Täter sind und nicht Opfer: 2:17:24 Dank:
2:31205 Ich bitte den Nachlass der Tonqualität in der zweiten
Hälfte zu entschuldigen. Ich weiß keine bessere Einführung in den
transzendentalen Idealismus und keine verständlichere Erklärung
seines zentralen Gedankens als Fichtes Erste Einleitung in die
Wissenschaftslehre:
https://www.uni-trier.de/fileadmin/fb1/PHI/Fichte_Einleitungen_in_die_Wissenschaftslehre.pdf
und das zweite Buch seiner Bestimmung des Menschen:
https://www.projekt-gutenberg.org/fichte/bestimmu/chap005.html.
Dies sind freilich keine Werke Kants. Möchte man diesen selbst
hierüber lesen, halte man sich an die Leseempfehlungen, die ich
unter den folgenden Vorträgen gebe, denn dieselben Werke Kants,
die der Kritik des Erkenntnisvermögens gewidmet sind, sind es
auch, die den transzendentalen Idealismus behandeln. Doch kein
einziges dieser Werke ist leichte Kost und kein einziges unter
ihnen würde ich einem Anfänger in der Philosophie für den
Einstieg empfehlen; sie alle hat Kant für Fachphilosophen seiner
Tage geschrieben, nicht für ein Laienpublikum. Die beiden
genannten Werke Fichtes dagegen sind nicht nur kurz und ganz auf
die Hauptsache, die Erklärung des transzendentalen Idealismus,
beschränkt, sie sind auch dezidiert populäre Schriften, d. h. für
philosophisch interessierte Laien verfasst. Und da gerade der
transzendentale Idealismus der revolutionäre Gedanke Kants ist,
der fast seinen ganzen Wert als Philosoph ausmacht und mit dem
das Verständnis seiner gesamten Philosophie steht und fällt,
nehme ich mir hier heraus, jene Schriften zu empfehlen, die ihn
nach meinem Urteil am besten vermitteln, selbst wenn sie nicht
aus Kants eigener Feder stammen. Wer mein aufklärerisches
Schaffen unterstützen will, kann dies tun über:
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