Kants Philosophie - Was ist Freiheit?

Kants Philosophie - Was ist Freiheit?

vor 1 Jahr
3 Stunden 25 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Jahr

Kants Freiheitsbegriff wird oft auf seine Bedeutung für die
Moralphilosophie reduziert. Er ist aber der vielleicht wichtigste
Schlüssel, um Kants philosophisches Projekt und Anliegen
überhaupt zu begreifen: Im Zentrum von Kants Denken steht die
Einsicht, dass wilde, ungezügelte, regellose Freiheit sich selbst
aufhebt, dass Freiheit also, um bestehen zu können, von der
Vernunft unter ein Gesetz gebracht werden muss. Dies ist, soweit
es unser Handeln betrifft, das moralische Gesetz. Freiheit,
Rationalität und Moralität sind für Kant Wechselbegriffe und
keines der drei ist ohne die anderen beiden möglich.





Zitat: 0:08


Wilde Freiheit und Freiheit unter dem Gesetz: 10:00


Die Gesetze, unter die die Freiheit zu bringen sind, sind die
Imperative der Vernunft: 23:18


Empirischer und reiner Wille, Heteronomie und Autonomie: 28:12


Alle Moraltheorien außer Kants fußen auf der Heteronomie des
Willens und laufen auf Eudämonismus hinaus: 39:03


Vernunft, Freiheit und Moral hängen unmittelbar zusammen: 47:45


Vernunft:


- Selbstsüchtig den eigenen Vorteil zu verfolgen, ist nicht
vernünftig, sondern gerade die Hingabe an die Unvernunft: 48:56


- Der Arationalismus und die Unredlichkeit der egoistischen
Naturalisten: 1:03:40


- Die meisten kennen nur instrumentelle (technisch-praktische)
Vernunft: 1:06:37


Freiheit:


- Der vorherrschende Freiheitsbegriff ist der des Liberalismus,
dem Linke wie Rechte anhängen: 1:15:01


- Die Freiheit eines Bratenwenders: 1:31:56


- Psychologische und transzendentale Freiheit: 1:43:11


Moral:


- Negative und positive Freiheit: 1:51:43


- Mit dem Nachweis einer reinen praktischen Vernunft hat Kant die
Pflicht begründet: 1:57:56


- Nicht warum wir das Gute tun sollen, sondern warum wir das Böse
tun sollten, muss begründet werden: 2:15:18


- Heute wird Moral nicht mit Freiheit, sondern mit Zwang
gleichgesetzt: 2:27:42


- Die meisten wollen nicht frei sein: 2:49:04


Das moralische Gesetz gilt universell für alle Vernunftwesen:
2:55:58


Freiheit ist nicht das Vermögen, zwischen Gut und Böse zu wählen,
sondern das als gut Erkannte zu tun: 3:09:50


Dank: 3:25:05





Die Imperative nach Kant:
https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2025/04/Imperative-nach-Kant.jpg





Das Denkungsvermögen nach Kant:
https://jonathanivoloewer.de/wp-content/uploads/2024/09/Denkungsvermoegen-nach-Kant.jpg





Über Kants Freiheitsbegriff mag man in der Grundlegung zur
Metaphysik der Sitten, vor allem ihrem dritten Abschnitt
nachlesen: http://korpora.org/kant/aa04/446.html. Auch die Kritik
der praktischen Vernunft befasst sich mit der Freiheit und ihrem
Zusammenhang mit der Moral:
http://korpora.org/kant/aa05/001.html. Ich empfehle dringend,
daneben auch das Hauptstück der Kritik der reinen Vernunft über
die Antinomien zu studieren:
http://korpora.org/kant/aa03/281.html. Der Freiheitsbegriff ist
aber derart zentral für Kants Denken, dass beinahe all seine
metaphysischen, moralphilosophischen und politischen Werke auf
ihm gegründet sind und wichtige Ergänzungen und Erläuterungen
enthalten.





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