Kants Philosophie - Warum es kein Recht auf Revolution gibt und Kant sie dennoch begrüßte

Kants Philosophie - Warum es kein Recht auf Revolution gibt und Kant sie dennoch begrüßte

vor 3 Monaten
2 Stunden 29 Minuten
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Beschreibung

vor 3 Monaten

Verbesserungen im Staat hin zu mehr Freiheit und Gerechtigkeit
will Kant durch schrittweise Reform erreichen, die wiederum
dadurch angestoßen wird, dass öffentlich Kritik geübt wird und
Verbesserungen angeregt werden. Wo nicht einmal dies möglich ist
und die Zensur herrscht, bleibt nur, auf bessere Zeiten zu hoffen
und sich als guter und gesetzestreuer Bürger zu betragen, der
höchstens passiven Widerstand leistet, wenn von ihm Dinge
verlangt werden, die mit dem moralischen Gesetz unvereinbar sind.
Aktiver Widerstand und Revolutionen aber sind notwendig Unrecht,
weil sie das Recht selbst aufheben, bevor sie ein neues Recht
etablieren. Wenn sie aber doch geschehen, soll man sie als Ruf
der Natur zur Freiheit nehmen und das Beste aus ihnen machen. So
war Kants Verhältnis zur Revolution ein sehr differenziertes:
Nach Prinzipien hat er sie abgelehnt und wäre nie zum
Revolutionär geworden, wo sie aber stattfanden, hat er sie
enthusiastisch begrüßt.





Zitat: 0:08


Was soll der Mensch im despotischen Staat tun?: 0:41


Ruhig auf bessere Zeiten warten: 7:53


Menschen sind für die Revolution, nicht weil diese rechtmäßig
ist, sondern weil sie Eudämonisten sind, die sich um Recht nicht
scheren: 11:40


Revolutionen sind immer Unrecht: 23:29


Revolutionen heben den bürgerlichen Zustand auf und werfen
Menschen in den Naturzustand zurück: 48:36


Revolutionen führen kaum je zur Republikanisierung des Staates:
1:05:35


Weshalb man Revolutionen nicht bekämpfen soll, obwohl sie Unrecht
sind: 1:18:44


Widersetzung ist rechtens, Widerstand nicht: 1:29:44


Kants Kritik an Revolutionen ist als subtile Unterstützung der
Französischen Revolution zu lesen: 1:47:58


Kants eigenes Verhältnis zu Revolutionen: 1:54:41


Wann Revolutionen und Widerstand kein Unrecht sind, ohne doch
Recht zu sein: 2:05:31


Dank: 2:29:29





Auf das Thema der Revolution kommt Kant immer wieder in seinen
rechtsphilosophischen Werken zu sprechen. So in Zum ewigen
Frieden: https://korpora.org/kant/aa08/341.html und Über den
Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber
nicht für die Praxis: https://korpora.org/kant/aa08/273.html
sowie den Vorarbeiten zu beiden Texten:
https://korpora.org/kant/aa23/153.html &
https://korpora.org/kant/aa23/125.html und auch in seiner
Metaphysik der Sitten: https://korpora.org/kant/aa06/311.html und
seinem handschriftlichen Nachlass zur Rechtsphilosophie:
https://korpora.org/kant/aa19/443.html. Es empfiehlt sich, zur
Frage, wie der Mensch sich im Despotismus verhalten soll, auch
die entsprechenden Passagen seiner Vorlesungen zur
Moralphilosophie zu lesen:
https://www.archive.org/details/kantsgesammeltes271imma |
https://archive.org/details/kantsgesammeltes272imma |
https://archive.org/details/kantsgesammeltes0027kant_s1s1/mode/2up.





Auch Hannah Arendt bemerkte den Zusammenhang von Revolution und
Despotismus, insofern beide auf demselben Eudämonismus gründen:
https://youtu.be/l1fyT8nAJOY?si=HfgeWHwoWX-y8pMt.





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