Karl-May-Kongress 2022 - Teil 4

Karl-May-Kongress 2022 - Teil 4

vor 1 Monat
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Beschreibung

vor 1 Monat

Karl-May-Kongress 2022 - Teil 4


Vortrag Thomas Braatz: Der Münchmeyer-Verlag: Verleger,
Nachfolger, die Autoren Karl May und Robert Kraft
(Hördauer 60 Minuten)


Diskussion zum Vortrag:
(Hördauer 2 Minuten)





Ein differenzierter Umgang mit Karl May. Die
Karl-May-Gesellschaft tagt in der bayerischen Metropole in
Kooperation mit der Bayerischen Amerika-Akademie





Seit 1969 steht die Karl-May-Gesellschaft mit ihren Kongressen,
Symposien und Publikationen für eine wissenschaftliche
Erforschung von Leben und Werk Karl Mays (1842 – 1912). Der
sächsische Fantast hat durch seine ›Reiseerzählungen‹ viele
Generationen lang die Vorstellung der Deutschen und ihrer
Nachbarn von außereuropäischen Kulturen geprägt. Wie wichtig ein
differenzierter Umgang mit dem wirkungsmächtigen Autor ist, zeigt
die lebhafte gesellschaftliche Debatte, die im August 2022 von
der Entscheidung des Ravensburger Verlags ausgelöst wurde, die
Begleitprodukte zu dem Kinofilm Der junge Häuptling Winnetou
zurückzuziehen. Dabei ging es um die Frage, ob die in Nordamerika
spielenden Erzählungen Karl Mays aus heutiger Sicht zu einer
Diskriminierung indigener Kulturen und einer Verharmlosung der
Verbrechen des Kolonialismus beitragen können. Die
Karl-May-Gesellschaft lehnt es ab, historische Dokumente und
Kunstwerke aus dem Verkehr zu ziehen oder zu verfälschen,
beteiligt sich aber aktiv an der kritischen Aufarbeitung
diskriminierender Diskurse. Sie hat sich zu der aktuellen
Diskussion u. a. in einem Offenen Brief (Anlage) geäußert, den
innerhalb von zwei Wochen rund 14000 Menschen durch ihre
Unterschrift unterstützten, und bereitet weitere Aktivitäten zu
einer vertieften wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der
Thematik vor.





Dr. Frank Usbeck studierte Amerikanistik, Neue
und Neueste Geschichte, Journalistik, und American Indian Studies
an der Universität Leipzig und der University of Arizona. 2010
schloss er seine Dissertation über die Entwicklung der deutschen
Indianerbegeisterung und deren Missbrauch durch die
Nazipropaganda in den deutschen Printmedien zwischen 1925 und
1945 ab. Dem folgte ein Postdoc-Projekt an der TU Dresden über
die kulturelle Arbeit amerikanischer Soldatenblogs, die Frank
Usbeck aus der Perspektive indianischer Kriegerzeremonien
betrachtete.





Wem dies gefiel, der kann ja hier mal reinhören.


oder hier: 





Realisiert durch: Uwe Kullnick und
Steven Lundström






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