Verfolgt und vergessen: Jüdische Studierende in den 1930er-Jahren an der Wiener Tierärztlichen Hochschule

Verfolgt und vergessen: Jüdische Studierende in den 1930er-Jahren an der Wiener Tierärztlichen Hochschule

vor 1 Woche
Die Historikerin Lisa Rettl über ihr Projekt "Heilsames Erinnern"
26 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Woche
In dieser Episode spricht Marlene Groihofer mit der Historikerin
Lisa Rettl über jene Universitätsangehörigen, die an der Vetmeduni
lange übersehen und vergessen wurden. Rettl legte mit ihrer
Forschung die Basis für die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit an
der Wiener Tierärztlichen Hochschule. Zugleich rekonstruierte sie
die Lebenswege vertriebener jüdischer Studierender – zuletzt
während eines mehrmonatigen Forschungsaufenthalts 2025 in Israel im
Rahmen des Projekts „Heilsames Erinnern“. Dort traf sie Nachkommen
von drei jüdischen Tierärzte - Otto Kohane, Karl Weininger und
Nachman Nagel. In persönlichen Gesprächen berichteten Angehörige
der zweiten und dritten Generation von Herkunft, Flucht und Verlust
– und davon, wie diese Geschichte bis heute nachwirkt. Die
Begegnungen eröffneten neue Perspektiven und führten zu bislang
unbekannten Quellen. Rettls Arbeit schließt somit nicht nur Lücken
in Familiengeschichten, sie macht auch deutlich, wie früh
antisemitische Ausgrenzung an der Wiener Tierärztlichen Hochschule
einsetzte. Gestaltung und Moderation: Marlene Groihofer
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