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Beschreibung
vor 1 Woche
Clemens hat Christoph Wirtz zu Gast. Der Genuss-Journalist hat
soeben eine Biografie über Wolfram Siebeck veröffentlicht.
Deutschlands wohl einflussreichsten Berufsesser und kulinarischen
Gesellschaftskritiker, der am 7. Juli 2016 verstarb. Bei einer
gereiften Riesling-Auslese (2013er Graacher Himmelreich von J.J
Prüm) erzählt Christoph, wie Siebecks Werke im elterlichen
Bücherschrank, dessen Rezept für den Geburtstagskuchen „Gateau
Bärbel“ und unzählige Frankreichurlaube seine eigene Sozialisation
zum Gerne-Alles-Esser beförderten. Siebeck, so fasst Christoph eine
Kernthese seines Buchs zusammen, liebte es, Lebensfreude, Genuss
und Hedonismus zu vermitteln. Aber genauso wollte er seine Leser zu
emanzipiertem und aufgeklärtem Urteilen befähigen. (Motto: „Wer
Spargelsorten auseinanderhält, der wird auch Parteien scharf
beobachten“). Christoph leitet her, warum Siebeck die
mehlschwitzenschwere deutsche „Plumpsküche“ fürchterlich fand, die
allseits verpönten Innereien dagegen ganz wunderbar. Nebenbei wird
deutlich, welchen immensen Anteil Siebecks Kolumnen, Artikel und
Bücher an unserer heutigen kulinarischen Vielfalt haben. Eine
Anregung zum Wiederentdecken dieses Ausnahme-Autors.
soeben eine Biografie über Wolfram Siebeck veröffentlicht.
Deutschlands wohl einflussreichsten Berufsesser und kulinarischen
Gesellschaftskritiker, der am 7. Juli 2016 verstarb. Bei einer
gereiften Riesling-Auslese (2013er Graacher Himmelreich von J.J
Prüm) erzählt Christoph, wie Siebecks Werke im elterlichen
Bücherschrank, dessen Rezept für den Geburtstagskuchen „Gateau
Bärbel“ und unzählige Frankreichurlaube seine eigene Sozialisation
zum Gerne-Alles-Esser beförderten. Siebeck, so fasst Christoph eine
Kernthese seines Buchs zusammen, liebte es, Lebensfreude, Genuss
und Hedonismus zu vermitteln. Aber genauso wollte er seine Leser zu
emanzipiertem und aufgeklärtem Urteilen befähigen. (Motto: „Wer
Spargelsorten auseinanderhält, der wird auch Parteien scharf
beobachten“). Christoph leitet her, warum Siebeck die
mehlschwitzenschwere deutsche „Plumpsküche“ fürchterlich fand, die
allseits verpönten Innereien dagegen ganz wunderbar. Nebenbei wird
deutlich, welchen immensen Anteil Siebecks Kolumnen, Artikel und
Bücher an unserer heutigen kulinarischen Vielfalt haben. Eine
Anregung zum Wiederentdecken dieses Ausnahme-Autors.
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