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Beschreibung
vor 1 Woche
Ausgehend von der aktuellen Schweizer Debatte um eine
Bevölkerungsbegrenzung fragen wir in dieser Folge, wie Menschen
historisch zu einer zählbaren, vergleichbaren und politisch
steuerbaren Grösse wurden. Denn Bevölkerung war und ist immer
mehr als eine Zahl. Sie beinhaltet auch Vorstellungen davon, wer
dazugehört, wer als nützlich gilt und wer als Problem markiert
wird.
Unsere «Zeitreise» führt zu ersten Kirchenbuch-Auswertungen und
zu Malthus mit seiner Angst vor Überbevölkerung. Wir sprechen
über Auswanderungen in vermeintlich «leere» Kolonien und von
Abwehrbewegungen gegen Migration nach Europa, über
Sozialdarwinismus und Eugenik und welche Rolle ökologische
Überlegungen dabei seit einigen Jahrzehnten spielen.
Es ist eine Reise in unschöne Kapitel unserer Geschichte, die
aber auch zeigt, dass immer wieder komplexe Probleme auf
scheinbar einfache Bevölkerungsfragen reduziert wurden – und dass
gerade deshalb auch bei aktuellen Debatten aufmerksam hingeschaut
werden muss.
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