Zeitreise. Der Podcast

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Episoden

d'Summerferie: Erfindung der Erholung
01.07.2026
1 Stunde 4 Minuten
Sommerferien: Sonne, Baden, Reisen, Erholung. Klingt selbstverständlich – ist es aber nicht.


In dieser Folge zeigen wir, wie Erholung erst erfunden, wissenschaftlich begründet und politisch legitimiert werden musste. Wir sprechen über Arbeitskämpfe und Menschenrechte, über Kurorte und Massentourismus, über Hotelplan, Nationalsozialismus und die DDR – und darüber, weshalb Staaten und Unternehmen ein grosses Interesse daran entwickelten, wie Menschen ihre freie Zeit verbringen.


Eine Folge über die politische Geschichte der Sommerferien – und darüber, warum hinter den schönsten Wochen des Jahres weit mehr steckt als Sonne, Strand und Dolce Vita.


Die erwähnte Quelle "Ferien auf Balkonien" des Schweizer Fernsehens aus dem Jahr 1967 könnt ihr hier nachschauen.


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Reitsport: Einst Männersache, heute Mädchentraum
24.06.2026
1 Stunde 6 Minuten
Heute gilt Reiten oft als typischer Frauensport. Doch der Weg dorthin war alles andere als selbstverständlich. Denn lange war Reiten ein Männerprivileg. Und Frauen mussten auf dem Rücken der Pferdes viele Hürden überwinden, um an Turnieren mitstreiten zu können. 


Gemeinsam mit der Historikerin Noemi Steuerwald sprechen wir über die Geschichte des Reitsports und darüber, wie eng Pferde, Geschlechterrollen, körperliche Betätigung und gesellschaftliche Machtvorstellungen miteinander verbunden waren. Warum ritten Frauen jahrhundertelang im Damensattel? Weshalb wurde über Reithosen so heftig gestritten? Und was haben medizinische Debatten, Vorstellungen von Weiblichkeit und sportliche Regeln miteinander zu tun?


Eine Folge über Pferde und Sport – aber auch über die Geschichte von Teilhabe, Chancengleichheit und den Grenzen, die Gesellschaften zwischen den Geschlechtern gezogen haben.


Mehr dazu auch im Blogbeitrag von Noemi Steuerwald für das Nationalmuseum. 


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Haiti: Folgenschwere Revolution
17.06.2026
43 Minuten
In dieser ersten Fernzeitreise reisen wir in die Karibik und beschäftigen uns mit einem Ereignis, das die moderne Welt nachhaltig verändert hat: der Haitianischen Revolution von 1791 bis 1804.


Dabei geht es nicht nur um Haiti. Die Geschichte der Revolution zeigt, wie eng Europa mit anderen Weltteilen verflochten war – und bis heute ist. Sie wirft Fragen auf, die weit über die Karibik hinausreichen: Woher stammen unsere Vorstellungen von Freiheit, Gleichheit und Menschenrechten? Wer wird in unseren Geschichtserzählungen sichtbar – und wer nicht?


Gemeinsam verfolgen wir die Entstehung der französischen Kolonie Saint-Domingue, den Aufstand der versklavten Menschen, die Rolle von Figuren wie Toussaint Louverture und Jean-Jacques Dessalines sowie die Gründung des unabhängigen Haiti. Gleichzeitig diskutieren wir, weshalb die Haitianische Revolution lange Zeit weit weniger Aufmerksamkeit erhielt als andere Revolutionen des späten 18. Jahrhunderts.


Eine Folge über Kolonialismus, Sklaverei, Revolution – und darüber, weshalb manche Geschichten erst dann verständlich werden, wenn wir den Blick über Europa hinaus richten.


Wir freuen uns über Rückmeldungen – insbesondere auch zu unserem neuen Format der Fernzeitreisen, mit dem wir künftig verstärkt Geschichten aus anderen Weltregionen in den Blick nehmen möchten.


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d'Brust: Geschichte einer Doppelmoral
10.06.2026
1 Stunde 4 Minuten
Die Brust ist überall: in Museen, auf Werbeplakaten, in Gerichtssälen und in politischen Debatten. Und doch ist sie bis heute Gegenstand von Tabus, Skandalen und hitzigen Diskussionen.


Warum eigentlich?


Warum wurde die Brust einmal als heilig verehrt, dann als Zeichen von Anstand kontrolliert und später als Symbol sexueller Freiheit vermarktet? Weshalb konnten Männer ihre nackten Oberkörper erst in den 1930er Jahren durchsetzen, während die weibliche Brust bis heute Gegenstand von Verboten, Protesten und Gerichtsverfahren sind?


In dieser Folge reisen wir von mittelalterlichen Madonnenbildern zu Hollywood-Stars, von kolonialen Machtverhältnissen zu Schweizer Schwimmbädern und weltweiten Oben-ohne-Protesten, von Stilldebatten zu Instagram-Richtlinien. Dabei wird deutlich: Die Geschichte der Brust erzählt nicht nur von Körpern, sondern von den Vorstellungen, Ängsten und Idealen einer Gesellschaft.


Eine überraschende Reise durch die Geschichte eines Körperteils, das selten einfach nur ein Körperteil war.


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d'Bevölkerig: Zu viele, zu wenige, die falschen?
03.06.2026
60 Minuten
Ausgehend von der aktuellen Schweizer Debatte um eine Bevölkerungsbegrenzung fragen wir in dieser Folge, wie Menschen historisch zu einer zählbaren, vergleichbaren und politisch steuerbaren Grösse wurden. Denn Bevölkerung war und ist immer mehr als eine Zahl. Sie beinhaltet auch Vorstellungen davon, wer dazugehört, wer als nützlich gilt und wer als Problem markiert wird. 


Unsere «Zeitreise» führt zu ersten Kirchenbuch-Auswertungen und zu Malthus mit seiner Angst vor Überbevölkerung. Wir sprechen über Auswanderungen in vermeintlich «leere» Kolonien und von Abwehrbewegungen gegen Migration nach Europa, über Sozialdarwinismus und Eugenik und welche Rolle ökologische Überlegungen dabei seit einigen Jahrzehnten spielen. 


Es ist eine Reise in unschöne Kapitel unserer Geschichte, die aber auch zeigt, dass immer wieder komplexe Probleme auf scheinbar einfache Bevölkerungsfragen reduziert wurden – und dass gerade deshalb auch bei aktuellen Debatten aufmerksam hingeschaut werden muss. 


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Über diesen Podcast

Geschichte, die vermeintlich jenseits des Spektakulären liegt. Drei Historikerinnen reisen durchs 20. Jahrhundert und blicken insbesondere auf Unerzähltes und  Stimmen, die sonst oft überhört werden. Gerade in diesen Geschichten steckt das Potenzial, unser Verständnis der Gegenwart zu verändern und neue Sichtweisen zu eröffnen. 
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d'Bevölkerig: Zu viele, zu wenige, die falschen?
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