#2 Über Israels Vormarsch im Libanon
vor 2 Wochen
In dieser Folge von „Nahost. Nah dran.“ analysiert Karim El-Gawhary
die massiven israelischen Angriffe im Libanon und fragt, ob
Premierminister Benjamin Netanjahu damit einen politischen Gewinn
erzielen kann. Er zeigt, wie der militärische Vormarsch Israe
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Beschreibung
vor 2 Wochen
Karim El-Gawhary nimmt die Hörerinnen und Hörer mit nach Libanon
und beschreibt, wie die israelische Armee mit massiven Angriffen
und einem Vormarsch bis zur Kreuzritterburg Beaufort einen
gefährlichen Kurs fährt, der stark an die Besatzung des
Südlibanon von 1982 bis 2000 erinnert. Er legt dar, dass Israels
politische Rechnung nur aufgehen könnte, wenn die schwache
libanesische Regierung die Hisbollah entwaffnet – ein Szenario,
das er als unrealistisch und potenziell bürgerkriegsgefährdend
bewertet. Zugleich erklärt El-Gawhary, wie die erneute Präsenz
israelischer Truppen der Hisbollah als „Schutzmacht“ der
schiitischen Bevölkerung neue Legitimität und ein riesiges
Rekrutierungspotenzial verschafft. Auf diplomatischer Ebene zeigt
er, wie der Iran die Verhandlungen mit den USA aussetzt, solange
kein echter Waffenstillstand im Libanon erreicht ist, und wie
Donald Trumps Versuche, einen fragilen Waffenstillstand zu
vermitteln, an den Realitäten vor Ort zu scheitern drohen. Am
Ende warnt El-Gawhary mit Verweis auf den israelischen
Kolumnisten Gideon Levy vor einem dramatischen Moment, in dem
sich entscheidet, ob Israel in einen umfassenden Libanonkrieg und
damit in eine erneute Eskalation mit Iran und im gesamten Nahen
Osten steuert.
Musik: Nour Ashour
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