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vor 2 Tagen
Zwei Frühlingsgedichte, und beide können nicht vollends glücklich
strahlen. In „Frühling 1946“ findet Elisabeth Langgässer Worte
für ihre Erschütterung, ihre verloren geglaubte Tochter wieder zu
finden: „Ach, welch sphärisches Entzücken nahm dem staubigen
Rücken sein Gewicht?“. Erleichtert, aber nicht geheilt.
Dazu stellen die Seelenfutter-Gastgeber Susanne Garsoffky und
Friedemann Magaard das Gedicht „Am Fenster eines Wirtshauses am
Steinhuder Meer. Auf dem Nachhauseweg 1945“, in dem der
Schriftsteller Wolfgang Borchert einen Einblick in seine unruhige
Seele gewährt. Der Krieg neigt sich dem Ende zu, die Blumen und
Vögel geben sich frühlingshaft, aber geheilt ist der junge Soldat
noch nicht. Dazu gibt es Bibelverse aus dem Buch der Psalmen.
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