Podcaster
Episoden
06.03.2026
39 Minuten
Mit virtuoser Leichtigkeit karikiert Friedrich Rückert vor mehr
als 200 Jahren den aufkommenden Nationalismus, ein wildes
Sprachspiel, welches deutsche Großmannssucht schon lange vor zwei
verheerenden Weltkriegen entlarvt: „Grammatische Deutschheit“
heißt sein Gedicht von 1819. Dazu stellen die
Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard
„Der Werwolf“ von Christian Morgenstern, das vor Sprachwitz nur
so funkelt, soweit es das Mondlicht auf dem Friedhof überhaupt
zulässt. Und auch hier verbindet sich Humor mit scharfer
gesellschaftskritischer Beobachtung. Ein Fest! Dazu gibt es
Bibelwort aus der Genesis und dem Buch der Sprüche.
Mehr
20.02.2026
41 Minuten
Pustig geht es zu im aktuellen Lyrik-Podcast Seelenfutter,ein
beunruhigender Wind zieht seine Spur durch die Stadt. Mulmig
dichtet Friederike Haerter in ihrem Februar-Gedicht, und
bedrohlich wirkt das eine oder andere ja auch jenseits der
meteorologischen Erfahrungen. Dazu stellen Seelenfutter-Gastgeber
Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „Hoffnung“
von Emanuel Geibel: Es kennt den Winter und das Bedrückende
dieser Zeit, aber „es muss doch Frühling werden“! Das Wissen um
den großen Mai ändert alles. Wunderbar. Dazu gibt es
Bibelverse nach Jesaja und aus den Psalmen.
Mehr
06.02.2026
39 Minuten
Gut, wenn Menschen einen inneren Kompass haben. Wenn dessen Nadel
aber zittert, irritiert nach Orientierung sucht, und dann nicht
Richtung Norden, sondern zwischen West und Ost, dann betreten die
Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard
die poetische Welt von Melis Ntente, das Gedicht „erdmagnetfeld“
setzt den Ton der aktuellen Folge des Seelenfutters. Dazu klingt
ein Gedicht von Emily Dickinson, dass Antworten versucht auf die
großen Fragen nach der Sehnsucht. Dazu gibt es Bibelverse nach
Jesaja und aus dem Hebräerbrief.
Mehr
23.01.2026
47 Minuten
Überschwänglich feiert der junge Lyriker Gerrit Engelke kurzvor
dem Ersten Weltkrieg den Geist einer Menschheitsfamilie, und was
möglich wird, wenn „Westen und Süden, Nähe und Weitsein“ in einer
„weltentkreisten Seele“ zusammenstehen. Ein Fest der
Verständigung und des Friedens. In den letzten Kriegswochen wird
Gerrit Engelke sein Leben lassen, weil Nationalismus und
Kriegslust Millionen zerschmettern. Zu dem Gedicht „Mensch zu
Mensch“ stellen die Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und
Friedemann Magaard das ernüchterte Gedicht „Karawane der
Sehnsucht“, das Ywan Goll 1919, direkt nach dem Ersten Weltkrieg
veröffentlicht hat. Der Titel sagte es: Da ist viel Sehnsucht,
aber auch ein langer, beschwerlicher Weg. Dazu gibt es Bibelverse
aus den Psalmen und nach Lukas.
Mehr
09.01.2026
48 Minuten
Was haben ein neues Jahr und eine neue Liebe gemeinsam? Das Herz
klopft, der Ausgang ist aber ungewiss. Von der riskanten
Gestimmtheit junger Liebe handelt „Da diese Liebe anfing, war’s
gewagt“, ein traumschönes Sonett der englisch-viktorianischen
Lyrikerin Elizabeth Barrett Browning, deren Leben sich wie ein
einziger Liebesroman erzählt. Dazu stellen die
Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard
Georg Stolzenbergs „Schon ruht deine kleine fremde Hand“, eine
bezaubernde Miniatur eines kosmischen Moments, nämlich der ersten
zarten Berührung von Liebenden. Daraus lässt sich einiges für den
Zugang zum neuen, nicht ganz unproblematischen Jahr 2026
ableiten. Zusätzlich gibt es Bibelworte aus den Psalmen und von
Jesaja.
Mehr
Über diesen Podcast
Gespräche über das, was nährt. Der Mensch lebt nicht vom Brot
allein. Mit „Seelenfutter“ liefern Susanne Garsoffky, Publizistin
aus Hamburg, und Friedemann Magaard, Pastor aus Husum, deshalb
alternative Lebensmittel frei Haus. In ihrem Podcast bringen die
beiden lyrische und biblische Texte zusammen und lassen sich dabei
zuhören, was sie entdecken.
Abonnenten
Hamburg
Kommentare (0)