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Episoden

43 Minuten
Liebe. Irgendwie unkaputtbar. Selbst bei den Dichtern der neuen Sachlichkeit verirren sich zarte Empfindungen, möglicherweise zur Verwunderung der Dichter selbst. Bert Brecht sinniert in „Erinnerung an die Marie A.“ einer alten und lange vergangenen Liebe nach. So viel verblasst und vergessen ist, die alte Gestimmtheit hinterlässt Spuren. Dazu stellen die Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „In der Stadtbahn“ von Klabund, in der die Begegnung zwischen einer Prostituierten und einem lebensunerfahrenen „Jüngling“ zu beider Überraschung ganz erstaunliches hervorbringt. Bezaubernd das. Dazu gibt es Bibelworte von Paulus und aus den Psalmen.  
49 Minuten
Zwei äußerst ungewöhnliche Liebesgedichte stellen die Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard in der aktuelle Folge des Seelenfutter vor – Seelenfeinkost sozusagen. Emmy Hennings „Fremde Zärtlichkeit“ ist so fein wie melancholisch, eine kostbare Miniatur. Dagegen stürmt Kurt Schwitters „An Anna Blume – Merzgedicht I“ furios davon, enthemmt und entgrenzt, in fröhlicher Dada-Manier, eine knallende und wirbelnde Liebeserklärung. Heute mal etwas fürs Herz. Und spannend ist es auch. Dazu gibt es Bibelworte aus dem Ersten Johannesbrief und den Psalmen.  
50 Minuten
Was bleibt von Ikarus? Er flog und flog, bis er der Sonne zu nah kam. Der Fall kam jäh. Was bleibt? Das Gedicht „Wie Ikarus es sah“ von Heinrich Detering schaut eigentlich dran vorbei und beschreibt, wie das Leben ohne innezuhalten weitergeht in einer schwer beschäftigten Welt. Dazu stellen die Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard die Innenansichten des Ikarus, wie es das Gedicht „Klagen eines Ikarus“ von Charles Baudelaire in Worte bringt. Die Motive sind hehr, die Leere groß. Und was bleibt? Dazu gibt es Bibelworte aus dem Buch der Sprüche und dem Buch der Könige.  
46 Minuten
Die aktuelle Folge des Lyrik-Podcast Seelenfutter führt in die Welt der Gastronomie, in eine Bar, in ein Cafe, jeweils eigene Welten. Zeit und Raum funktionieren anders als in der normalen Welt. In Marie T. Martins Gedicht „Dies ist die Bar der vorgerückten Stunde“ zerfließen die Stunden im Dämmerlicht, die Neige im Glas wird zum Opfer für die Götter. Die fast lapidare Frage, was nun bleibt, wird gewichtig. Dazu stellen die Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „Cafehaus“ von Andreas Reimann, wo die Macht der Uhren ausgesetzt ist und alle Gäste eine überraschende Gleichheit erfahren. Verzicht entsteht nicht aus Mangel, sondern durch bewusste Entscheidung. Dazu gibt es Worte aus den Psalmen.  
41 Minuten
In Zeiten, da weltweit neue und gefährliche Nationalismen um sich greifen, tun die besonnenen Zeilen des dänischen Dichters Herman Bang ausgesprochen gut. Nach Großmannssucht ruft Bang dazu auf, bescheiden und schlicht zu sein: „Vaterland, Mutter im Trauerkleid, lehr uns: klein zu sein…“ Dazu stellen die Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „Mutterland“ von Rose Ausländer, der Heimatlosen, die nach dem Verlust von allem, was „Vaterland“ sein konnte, ein neues, ein geistiges Zuhause findet. Dazu gibt es Worte aus dem Buch Prediger und vom Propheten Jesaja.  
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Über diesen Podcast

Gespräche über das, was nährt. Der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Mit „Seelenfutter“ liefern Susanne Garsoffky, Publizistin aus Hamburg, und Friedemann Magaard, Pastor aus Husum, deshalb alternative Lebensmittel frei Haus. In ihrem Podcast bringen die beiden lyrische und biblische Texte zusammen und lassen sich dabei zuhören, was sie entdecken.
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„Seelenfutter“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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