Podcaster
Episoden
04.04.2026
43 Minuten
Im scheidenden Licht, wenn die Nacht hereinbricht, mag niemand ganz alleine sein. „Bleib bei uns“ bitten die beiden, die traurig nach Hause gehen, und das Herz ist ihnen schwer. Die Osterfolge des Lyrik-Podcast Seelenfutter beginnt in dunkel-fahler Stimmung, aus der sehnsüchtige Bitten herausgedichtet werden. Carola Moosbachs „Gegen Abend“ ist eine poetische Kommentierung der Bach’schen Osterkantate „Bleib bei uns, denn es will Abend werden“. Dazu stellen Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „Herr, bleib bei uns“ des schottischen Dichters Henry F. Lyte, der Mitte des 19. Jahrhunderts im Angesicht seines Lebensabends eine österliche Abendstimmung aufnimmt, die hält und tröstet. Dazu gibt es Bibelworte nach Lukas und aus den Petrusbriefen. In mitunter düsteren Zeiten ein nahrhaftes Oster-Seelenfutter.
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20.03.2026
43 Minuten
Wir müssen über Liebe reden. Das Gedicht „Umarmung“ des spanischen Lyrikers Luis Garcia Montero weiß davon, dass sich Wunden zu zeigen gemeinsam stark machen kann: „Es ist die Schwäche, die uns eint“. Darin entsteht eine neue, oder auch die eigentliche Stärke. Doris Runges Gedicht „von liebe viel“ beschreibt das Fallen und die Dunkelheit, aber in beidem gilt: „hand greift hand“. So gelingt gemeinsam sogar das Singen im Dunkeln. Hoffnungsvoll. Dazu gibt es Bibelverse von Paulus und aus dem Psalmen.
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06.03.2026
39 Minuten
Mit virtuoser Leichtigkeit karikiert Friedrich Rückert vor mehr als 200 Jahren den aufkommenden Nationalismus, ein wildes Sprachspiel, welches deutsche Großmannssucht schon lange vor zwei verheerenden Weltkriegen entlarvt: „Grammatische Deutschheit“ heißt sein Gedicht von 1819. Dazu stellen die Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard „Der Werwolf“ von Christian Morgenstern, das vor Sprachwitz nur so funkelt, soweit es das Mondlicht auf dem Friedhof überhaupt zulässt. Und auch hier verbindet sich Humor mit scharfer gesellschaftskritischer Beobachtung. Ein Fest! Dazu gibt es Bibelwort aus der Genesis und dem Buch der Sprüche.
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20.02.2026
41 Minuten
Pustig geht es zu im aktuellen Lyrik-Podcast Seelenfutter,ein beunruhigender Wind zieht seine Spur durch die Stadt. Mulmig dichtet Friederike Haerter in ihrem Februar-Gedicht, und bedrohlich wirkt das eine oder andere ja auch jenseits der meteorologischen Erfahrungen. Dazu stellen Seelenfutter-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard das Gedicht „Hoffnung“ von Emanuel Geibel: Es kennt den Winter und das Bedrückende dieser Zeit, aber „es muss doch Frühling werden“! Das Wissen um den großen Mai ändert alles. Wunderbar. Dazu gibt es Bibelverse nach Jesaja und aus den Psalmen.
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06.02.2026
39 Minuten
Gut, wenn Menschen einen inneren Kompass haben. Wenn dessen Nadel aber zittert, irritiert nach Orientierung sucht, und dann nicht Richtung Norden, sondern zwischen West und Ost, dann betreten die Lyrik-Podcast-Gastgeber Susanne Garsoffky und Friedemann Magaard die poetische Welt von Melis Ntente, das Gedicht „erdmagnetfeld“ setzt den Ton der aktuellen Folge des Seelenfutters. Dazu klingt ein Gedicht von Emily Dickinson, dass Antworten versucht auf die großen Fragen nach der Sehnsucht. Dazu gibt es Bibelverse nach Jesaja und aus dem Hebräerbrief.
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Über diesen Podcast
Gespräche über das, was nährt. Der Mensch lebt nicht vom Brot
allein. Mit „Seelenfutter“ liefern Susanne Garsoffky, Publizistin
aus Hamburg, und Friedemann Magaard, Pastor aus Husum, deshalb
alternative Lebensmittel frei Haus. In ihrem Podcast bringen die
beiden lyrische und biblische Texte zusammen und lassen sich dabei
zuhören, was sie entdecken.
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