Episode 48 | MADSEN – Warum Hoffnung heute Punk ist

Episode 48 | MADSEN – Warum Hoffnung heute Punk ist

vor 20 Stunden
MADSEN – Warum Hoffnung heute Punk ist
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Beschreibung

vor 20 Stunden

Diese Episode ist wie eine lange Nacht zwischen
Proberaum, Festivalbier, Philosophie-Seminar und WG-Küche.
Nur mit besseren Gästen.

In dieser Episode sprechen wir mit Sebastian und Sascha
von Madsen über eine Bandgeschichte, die irgendwo
zwischen Anti-Atomkraft-Protesten, Dorfjugend, Punkrock und
Familienwohnzimmer entstanden ist. Schnell wird klar: Madsen sind
keine Band, die jemals aus einem Businessplan heraus entstanden
ist. Eher aus Langeweile, Musikliebe, politischen Eindrücken und
der sehr frühen Erkenntnis, dass man mit Gitarren deutlich mehr
anfangen kann als mit Fußballtraining.

DAS BESTE: Wir spielen einen noch unveröffentlichten
MADSEN-Song vom neuen Album "Smile", das am 5. Juni 2026
erscheint!



Es geht um das Aufwachsen im Wendland, um Gorleben-Demos, erste
Punkbands mit zwölf Jahren und die Frage, wie groß die Sehnsucht
nach „raus hier“ eigentlich sein muss, wenn man in einer der
dünnst besiedelten Regionen Deutschlands aufwächst. Gleichzeitig
wird deutlich, dass genau diese Provinz voller DIY-Kultur,
Protestbewegungen und Freiräume Madsen bis heute geprägt
hat.



Außerdem verlieren wir uns erstaunlich schnell in einer
Diskussion über Charlie Chaplins Der große Diktator und die
Frage, ob Musik eigentlich satirisch mit Faschismus umgehen darf
oder ob das zwangsläufig schiefgehen muss. Dabei landen wir
plötzlich bei Heaven Shall Burn, Adam Angst, KI-generierten
Rechtsrock-Videos und der absurden Realität, dass rechte Menschen
regelmäßig Songs von Bands vereinnahmen, die sie ganz
offensichtlich ablehnen würden, wenn sie auch nur einen einzigen
Text richtig zuhören würden.



Nebenbei wird geklärt, warum Herbert Grönemeyer offenbar stabiler
ist als große Teile des deutschsprachigen Musikgeschäfts und
weshalb Madsen es sogar ganz spannend finden, wenn sich
ausgerechnet auf ihren Konzerten versehentlich AfD-Wähler
inmitten eines offenen und solidarischen Publikums
wiederfinden.



Dann wird es kurz romantisch, als eine Hörerin erzählt, dass sie
mit einem Madsen-Song ihre Hochzeit einleitet und die Band
spontan zur Feier einlädt. Daraus entwickelt sich ein Gespräch
über eskalierende Heiratsanträge auf der Bühne, unangenehme
Publikumsmomente und die theoretische Idee, einfach ein ganzes
Jahr lang nur noch Hochzeiten und Geburtstage zu spielen.
Progressive Gothic-Rockbands inklusive.


Dazwischen sprechen wir über Weihnachtsplatten, gigantische
Schellenkränze, Pink Floyd in der Kindheit, Kassettenaufnahmen
aus dem Radio und darüber, wie emotional wichtig ein gutes
Schlagzeugbecken für Jugendliche sein kann. Irgendwann merkt man:
Diese Folge handelt eigentlich die ganze Zeit davon, wie Musik
Menschen formt und begleitet.



Und natürlich geht es auch um das neue Album SMILE. Über Hoffnung
in kaputten Zeiten. Über Zusammenhalt statt Zynismus. Über
Müdigkeit, Menschlichkeit und die vielleicht radikalste Idee von
allen: Dass man sich seine Empathie nicht kaputtmachen
lässt.

Nach 2:20 Stunden MADSEN–Interview eskaliert die Sache in Teil 2
dann komplett:
Lars und Markus machen „Hausaufgaben“.
Das klingt harmlos, endet aber in einer leidenschaftlichen
Nerd-Analyse zwischen Indie-Feuilleton, Jazz-Trauma,
Mikrotonalität, Spotify-Kapitalismus, Noise-Rock,
Kunstverständnis und der Frage, ob Markus vielleicht einfach ein
heimlicher Jazz-Ultra ist.
(Spoiler: Die Beweislage ist dünn, aber besorgniserregend.)

.....

RUBRIK: Die Hausaufgabe
Lars und Markus schlagen sich gegenseitig ein Album vor, das dann
subjektiv auseinandergenommen wird.
Wir vergeben Punkte zwischen 1 (mies) und 10 (genial). Es gibt
immer jede Menge Gesprächsstoff!



Ihr könnt jederzeit mitvoten. Jedes besprochene
Album führen wir hier
https://www.tunefish-podcast.de/hausaufgabe/ mit
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Hier könnt Ihr die von uns in dieser Episode erwähnten Künstler,
Songs oder Alben nachhören, die wir in den einzelnen Episoden
besprechen:


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Stay tunefished, 


Lars & Markus



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