#12 "Demenz verändert nicht den Wert eines Menschen" - mit Marianne Buchegger
vor 2 Tagen
In dieser Folge von „Wirkstoff Mensch“ spricht Moderatorin Birgit
Fenderl mit Marianne Buchegger, Leiterin eines auf Demenz
spezialisierten Tageszentrums der CS Caritas Socialis in Wien, und
mit Mario Haller, Geschäftsführer Lilly Österreich, über das Leb
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Beschreibung
vor 2 Tagen
Marianne Buchegger leitet ein Tageszentrum für Menschen mit
Demenz im 3. Wiener Gemeindebezirk, ist Lehrgangsleiterin
„Begleitend bei Demenz“, lehrt in der Palliative Care und
verantwortet den Blog von Hospiz Österreich. Im Gespräch mit
Moderatorin Birgit Fenderl und Mario Haller, Geschäftsführer
Lilly Österreich, beschreibt sie das Tageszentrum als
„Wohlfühlort“ mit Fahrtendienst, gemeinsamer Tagesstruktur und
vielfältigen Angeboten von Virtual-Reality-Gedächtnistraining
über Yoga, Mal- und Musikangebote bis hin zu tiergestützter
Therapie und psychologischer Begleitung. Im Gespräch wird die
große Scham deutlich, die mit kognitivem Abbau in einer
leistungsorientierten Gesellschaft einhergeht, sowie die Hürde,
dass Tageszentren oft mit Pflegeheimen und „Abschieben“
verwechselt werden. An eindrücklichen Beispielen – etwa einem
Gast, der seine schützende Jacke erst nach Wochen ablegt – zeigt
Buchegger, wie Vertrauen wächst, Personen „aufblühen“ und
verborgene Fähigkeiten, wie künstlerische Talente, wieder
sichtbar werden. Sie betont, dass Tageszentren nicht nur für
Betroffene präventiv gegen Einsamkeit, Bewegungsmangel und Stress
wirken, sondern auch Angehörige entlasten, die oft selbst stark
belastet, vereinsamt und von Erwartungen überfordert sind. Im
Blick auf Österreich lobt sie die dichte, niederschwellige
Tageszentrumsstruktur in Wien, macht aber klar, dass es
flexiblere, aufsuchende Angebote, Case-Management und eine
bessere Unterstützung in den Bundesländern braucht. Buchegger
kritisiert die rein negative mediale Darstellung von Demenz und
plädiert für mehr öffentliche Räume des Austauschs – etwa
Demenz-Meets und Angehörigennetzwerke – um Stigma abzubauen und
zu zeigen, dass ein gutes Leben mit Demenz möglich ist. Zum
Schluss wirbt sie für niedrigschwelligen Erstkontakt:
Tageszentren können unverbindlich besucht werden, „Anschauen
kostet nichts“, und niemand bindet sich endgültig – vielmehr geht
es darum, ein passendes, wertschätzendes Angebot zu finden.
Links zur Folge:
Gastbeitrag von Marianne Buchegger im STANDARD
CS Caritas Socialis Demenz- und Alzheimerbetreuung
Verein Desideria
IG Pflege
Tirol Kliniken Demenz
Connexia
Eli Lilly Österreich
Feedback, Gästevorschläge und -wünsche gerne per
E-Mail an presse-austria@lilly.com
Medieninhaber:
Eli Lilly Gesellschaft m.b.H.
Logo: PMC-AV-88814 / 04.2025
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