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vor 1 Woche
Warum du ein schlechtes Gewissen bekommst, wenn du endlich an
dich denkst
Du sitzt da.
Vielleicht mit einem Kaffee. Vielleicht einfach nur auf dem
Sessel. Kein Handy in der Hand. Keine To-do-Liste. Kein „Ich
müsste noch schnell…“.
Nur du.
Und für einen kurzen Moment merkst du:
Boah. Das tut mir gut.
Nicht leisten.
Nicht funktionieren.
Nicht sofort reagieren.
Nicht wieder für alle verfügbar sein.
Und genau dann kommt es.
Dieses Ziehen in dir.
Dieses leise, unangenehme Gefühl.
„Eigentlich solltest du jetzt etwas machen.“
„Du kannst doch nicht einfach hier sitzen.“
„Andere brauchen dich.“
„Das ist doch egoistisch.“
„Du bist faul.“
„Du müsstest mehr tun.“
Und plötzlich fühlt sich Ruhe nicht mehr nach Ruhe an.
Sondern nach Schuld.
Genau darum geht es in diesem Artikel: um schlechtes Gewissen,
wenn ich an mich denke. Nicht als Fehler. Nicht als Beweis, dass
du etwas falsch machst. Sondern als Hinweis darauf, dass in dir
gerade etwas Neues entsteht.
Wenn du merkst, dass du immer wieder in alte Muster
zurückrutschst, obwohl du es längst anders machen willst: Nimm
diesen Text nicht nur in den Kopf. Lies ihn langsam. Spür, wo du
dich wiedererkennst.
Schlechtes Gewissen, wenn ich an mich denke: Warum passiert
das?
Ein schlechtes Gewissen taucht oft nicht dann auf, wenn du etwas
wirklich Falsches getan hast.
Manchmal taucht es genau dann auf, wenn du etwas Richtiges für
dich tust.
Du sagst Nein.
Du ruhst dich aus.
Du nimmst dir Zeit.
Du hörst auf, alles sofort zu erledigen.
Du gehst deinem Bedürfnis nach, statt dich wieder über dich
selbst hinwegzusetzen.
Und innen drin meldet sich etwas.
Nicht freundlich.
Nicht sanft.
Eher so: „Hallo? Was soll das jetzt? Zurück an die Arbeit.“
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