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Beschreibung
vor 1 Woche
Warum scheitert gute Jugendhilfe manchmal nicht am fehlenden
Wissen, sondern daran, dass dieses Wissen nicht im Alltag
ankommt?
In dieser Folge von Gleisgeflüster spricht
Andreas Kraniotakes mit Marion Moos vom
Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz
über Praxisforschung, Beteiligung und die Frage, wie
wissenschaftliche Erkenntnisse tatsächlich in der Kinder- und
Jugendhilfe ankommen.
Marion Moos gibt Einblicke in ihre Arbeit zwischen Forschung,
Praxis und Fachpolitik. Es geht darum, warum Wissenschaft in der
Jugendhilfe nicht im Elfenbeinturm stattfinden darf, welche Rolle
junge Menschen und Familien in Forschungsprozessen spielen und
warum Beteiligung weit mehr ist als ein pädagogisches Schlagwort.
Gemeinsam sprechen Andreas und Marion über die großen Baustellen
der Jugendhilfe: die Zusammenarbeit zwischen freien und
öffentlichen Trägern, fehlende Standards, Machtfragen,
Hilfeplanung, Fachkräftemangel und den schwierigen Transfer von
Wissen in den Alltag.
Ein besonderer Schwerpunkt der Folge liegt auf einem aktuell
hochrelevanten Thema: Sicherheitsdienste und
Deeskalationsteams in der Jugendhilfe. Wann können
solche Strukturen sinnvoll sein? Wo liegen Risiken? Warum braucht
es dringend verbindliche Standards? Und weshalb darf Sicherheit
niemals als Ersatz für Pädagogik verstanden werden?
Eine Folge über Forschung, die nicht nur Daten sammelt, sondern
Praxis verändern will. Über junge Menschen, deren Perspektive
ernst genommen werden muss. Und über die Verantwortung, genauer
hinzuschauen, bevor wieder etwas passieren muss.
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