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Because the second volume of The Psychology of the Machine series
is set to be released in a few days, we sat down for a brief
workshop to discuss why such an undertaking is necessary and the
potential gap that must be bridged along the way. In a curious
way, the story leads back to the suppressed childhood questions
of our history, which we encounter today in ghostly form as
social puzzles that are difficult to decipher, if not even as a
form of collective psychological inflation. When Nietzsche said
that madness is rare in individuals, »but the rule among groups,
parties, peoples, and eras,« this implies that people may,
without realizing it, work themselves up into a form of
collective delusion. And this disorder becomes all the more
serious in that it can confront us not only in the form of an
economy but also as a supposed reality principle. Deciphering
this collective unconscious is the purpose of the Psychology of
the Machine, which is an attempt to gain clarity regarding the
prevailing Gesellschaftstriebwerk, or our Social Drive Mechanism.
Strangely enough, this brings back that conceptual figure which
Freud had relegated to the private boudoir with his superego, but
originally, in Johann Christian August Heinroth’s Textbook on
Disorders of Mental Life, was held to have a collective
significance he’d termed the Über-Uns—as that shared fate
affecting us all, whether it comes in the form of populism,
artificial intelligence, or whatever else.

Weil in ein paar Tagen der zweite Band der Psychologie der
Maschine herauskommen wird, haben wir uns hingesetzt und ein
kleines Werkstattgespräch durchgeführt, das zum einen die Frage
behandelt, warum ein solches Unterfangen nötig ist, zum anderen,
was das Potenzialgefälle ist, das dabei überwunden werden muss.
Auf eine kuriose Weise führt die Geschichte zu den ausgeblendeten
Kinderfragen unserer Geschichte zurück, die uns heute, in
gespenstischer Form, als schwer entzifferbare
Gesellschaftsrätsel, wenn nicht überhaupt als eine Form der
kollektiven psychischen Inflation begegnen. Wenn Nietzsche gesagt
hat, dass der Irrsinn bei Einzelnen etwas Seltenes ist, »aber bei
Gruppen, Parteien, Völkern, Zeiten die Regel«, so impliziert
dies, dass es Zeiten geben mag, die sich, ohne sich darüber im
Klaren zu sein, in eine Form der kollektiven Verblendung
hineinsteigern können. Und diese Störung ist umso gravierender,
als sie uns in Gestalt einer Ökonomie und damit als
vermeintliches ›Realitätsprinzip‹ gegenübertreten kann. Dieses
kollektive Unbewusste zu entziffern ist der Sinn der Psychologie
der Maschine, der Versuch mithin, sich über das obwaltende
Gesellschaftstriebwerk Klarheit zu verschaffen. Auf eine kuriose
Weise ist damit eine Gedankenfigur reaktiviert, die Freud mit
seinem Über-Ich ins Boudoir des Privaten verlagert hat, die aber
ursprünglich, in Johann Christian August Heinroths Lehrbuch der
Störungen des Seelenlebens, als Über-Uns eine
kollektive Bedeutung besaß – als jenes gemeinsame Schicksal, das
uns allen widerfährt, mag es nun als Populismus, als Künstliche
Intelligenz oder als was auch immer daherkommen.

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„Psychology of the Machine“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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