Altersarmut in der Schweiz: Wer betroffen ist

Altersarmut in der Schweiz: Wer betroffen ist

vor 3 Tagen
In der reichen Schweiz lebt ein Teil der Seniorinnen und Senioren in Armut oder knapp über der Armutsgrenze. Warum das so ist, wer besonders gefährdet ist und welche Hilfe sowie welche Schritte Betroffenen offenstehen.
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Beschreibung

vor 3 Tagen
In der reichen Schweiz lebt ein Teil der Seniorinnen und Senioren
in Armut oder knapp über der Armutsgrenze. Warum das so ist, wer
besonders gefährdet ist und welche Hilfe sowie welche Schritte
Betroffenen offenstehen. Altersarmut ist in der Schweiz für viele
Betroffene Realität. Fachleute von Pro Senectute gehen davon aus,
dass rund ein Fünftel der Pensionierten finanziell stark unter
Druck steht. Ein Teil davon ist auf Ergänzungsleistungen
angewiesen, andere leben knapp über der Anspruchsgrenze und müssen
Monat für Monat sehr genau rechnen. Die Gründe dafür sind selten
selbst verschuldet. Häufig führen Teilzeitarbeit, tiefe Löhne, eine
unterbrochene Erwerbsbiografie, Betreuungspflichten, Krankheit oder
fehlende Reserven dazu, dass AHV und Pensionskasse im Alter nicht
ausreichen. Besonders schwierig wird es, wenn Menschen zwar
Vermögen in einer Liegenschaft gebunden haben, im Alltag aber zu
wenig flüssige Mittel zur Verfügung stehen. Ein Problem ist auch,
dass viele Betroffene ihre Situation zu spät überprüfen. Wer sich
erst kurz vor oder sogar erst nach der Pensionierung mit den
eigenen Finanzen befasst, hat oft nur noch wenig
Handlungsspielraum. Dazu kommt: Viele verzichten aus Scham oder
Unwissen auf Leistungen, auf die sie Anspruch hätten. Genau deshalb
ist es wichtig, früh hinzuschauen. Fachleute raten, sich spätestens
ab Mitte 50 mit der eigenen Altersvorsorge auseinanderzusetzen, das
Budget realistisch zu prüfen und sich bei Unsicherheit beraten zu
lassen. Gerade im Alter lohnt es sich, Einnahmen und Ausgaben genau
im Blick zu behalten und bei Engpässen nicht zuzuwarten. Wer merkt,
dass das Geld nicht reicht, sollte möglichst früh Unterstützung
suchen. Eine zentrale Hilfe sind Ergänzungsleistungen. Dazu kommen
je nach Situation Rückvergütungen von Krankheitskosten,
Hilflosenentschädigung oder weitere kantonale Unterstützungen.
Beratungsstellen wie Pro Senectute helfen dabei, Ansprüche zu
prüfen und die nötigen Schritte einzuleiten. Die wichtigste
Botschaft: Altersarmut ist kein persönliches Versagen. Wer
betroffen ist, sollte sich nicht schämen, sondern Hilfe holen. Oft
bringt schon eine sorgfältige Auslegeordnung spürbare Entlastung –
und manchmal zeigt sich, dass mehr Unterstützung möglich ist, als
man gedacht hat.
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