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Beschreibung
vor 2 Tagen
In dieser Folge beleuchten wir ein oft vernachlässigtes Kapitel
der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft: die systematische
Entrechtung und Ermordung sexueller Minderheiten. Während die
Verfolgung der jüdischen Bevölkerung heute fest im kollektiven
Gedächtnis verankert ist, blieb das Schicksal tausender
homosexueller Männer, lesbischer Frauen und transgeschlechtlicher
Personen lange Zeit im Schatten der Geschichte. Wir blicken
zurück auf die lebendige queere Szene der Weimarer Republik und
analysieren, wie das NS-Regime durch die Verschärfung des
Paragrafen 175 und die Ideologie des „gesunden Volkskörpers“
Liebe und Identität kriminalisierte.
Anhand erschütternder Einzelschicksale wie dem von Karl Gorath,
der sowohl die Konzentrationslager Neuengamme als auch Auschwitz
überlebte, zeigen wir auf, wie tief die Verfolgung in das
Privatleben reichte – von Denunziationen durch Nachbarn bis hin
zu grausamen medizinischen Experimenten im Lager. Besonders
bedrückend ist die Erkenntnis, dass das Unrecht für viele
Betroffene mit dem Jahr 1945 nicht endete: Der Paragraf 175 blieb
in Deutschland noch Jahrzehnte bestehen, und ehemalige
KZ-Häftlinge wurden weiterhin als Straftäter ausgegrenzt, statt
als Opfer anerkannt zu werden. Diese Folge ist eine Mahnung an
die Gegenwart und ein Plädoyer für die Würde und Freiheit jedes
Einzelnen.
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