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Beschreibung
vor 12 Stunden
Europa steht in Flammen, Bomben fallen auf London und deutsche
Truppen marschieren durch Skandinavien – doch mitten in diesem
weltweiten Chaos klammert sich ein Land an seine Neutralität:
Schweden. Aber war Schweden in den 1940er-Jahren wirklich ein
unbeteiligter Beobachter, oder war diese Neutralität nur ein
hauchdünner Balanceakt zwischen moralischer Verantwortung und dem
blanken Kampf ums politische Überleben?
In dieser Folge reisen wir zurück in eine Grauzone voller
Widersprüche. Wir beleuchten die unbequemen Wahrheiten der
schwedischen Kriegsgeschichte: von den kriegswichtigen
Eisenerzlieferungen an Adolf Hitlers Rüstungsindustrie über die
höchst umstrittene Durchreise deutscher Soldaten durch
schwedisches Gebiet bis hin zu der ständigen, lähmenden Angst vor
einer deutschen Invasion.
Doch Schweden zeigte auch ein anderes Gesicht. Gegen Kriegsende
wurde das Land zum rettenden Zufluchtsort für tausende Verfolgte.
Wir sprechen über den Mut des Diplomaten Raoul Wallenberg, der
ungarische Juden vor dem Holocaust rettete , und über die
dramatische Mission der „Weißen Busse“, die in den letzten
Kriegstagen tausende Menschen aus den Konzentrationslagern
befreite. Außerdem wagen wir den Blick über den Tellerrand und
vergleichen Schwedens pragmatischen Kurs mit der strikten
Neutralität der Schweiz. Wie weit darf ein kleines Land gehen, um
die eigene Haut zu retten, wenn ringsherum die Welt untergeht?
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