#008 Depression und Sexualität

#008 Depression und Sexualität

vor 4 Tagen
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Beschreibung

vor 4 Tagen

Feel it all.Der sexualtherapeutische Podcast mit Miriam Pietras.


Content Note:


Diese Folge beinhaltet Themen, die möglicherweise belastend oder
triggernd sein können: Depression, psychische Erkrankung,
Suizidgedanken


In dieser Folge spreche ich über Depressionen – wie sie sich
wirklich anfühlen, was sie mit Sexualität zu tun haben, warum sie
entstehen und was tatsächlich helfen kann.


Depression ist weit mehr als Traurigkeit. Viele Betroffene
beschreiben keine ausgeprägte Traurigkeit, sondern etwas, das
sich noch schwerer anfühlt: eine alles durchdringende Leere, die
Welt wie hinter Milchglas, eine Erschöpfung, die selbst das
Aufstehen zur Herausforderung macht. Dinge, die früher Freude
gemacht haben, kommen einfach nicht mehr im Gefühl an. Ich
beschreibe in dieser Folge das subjektive Erleben von Depression
– körperlich, kognitiv, emotional – und warum das Gehirn in der
Depression keine verlässliche Wahrnehmung der Wirklichkeit mehr
liefert.


Depression und Sexualität hängen enger zusammen als oft gedacht.
Lustlosigkeit ist häufig das erste oder einzige Symptom, das
Menschen in meine Praxis bringt – und erst dann zeigt sich, dass
das eigentliche Thema tiefer liegt. Erschwerend kommt hinzu, dass
die meisten Antidepressiva Libidoverlust als Nebenwirkung haben.
Der Umweg über das sexuelle Symptom führt mich deshalb nicht
selten zu einem komplexeren Gesamtbild.


Was liegt hinter Depressionen? Ich beschäftige mich mit dem
Zusammenhang von unterdrückter Wut und Depression – einem
Phänomen, das bereits Freud beschrieb: Feindseligkeit, die
eigentlich einem anderen gilt, wird gegen das Selbst gewendet.
Auch Entwicklungs- und Bindungstraumata, überprotektive
Erziehungsstile und Loyalitätskonflikte innerhalb der
Herkunftsfamilie können depressive Erlebnisweisen begünstigen.
Erich Fromm kommt hier ebenfalls zu Wort – mit seiner These, dass
wer in einer zerstörerischen Gesellschaft symptomfrei
funktioniert, möglicherweise die Gesündere von beiden ist.


Der zweite Teil der Folge widmet sich konkreten Schritten: Was
hilft wirklich – und was eher nicht? Ich spreche über die
Wirksamkeit von Bewegung, echter sozialer Verbindung und
körperlichen Grundbedürfnissen. Und ich erkläre, warum
Dankbarkeitstagebücher, positives Denken und das Reden über
Probleme nicht nur oft wirkungslos sind, sondern manchmal das
Gegenteil bewirken. Am Ende steht eine Einladung: die eigene Wut
besser kennenzulernen – weil Wut das Gegenteil von depressiver
Lähmung ist und genau dort in Bewegung bringt, wo alles
feststeckt.


Telefonseelsorge: 0800 1110111 (kostenlos, 24/7)


Weitere Folgen und Themen findest du hier im Podcast.


Wenn du Fragen hast oder Gedanken zur Folge teilen möchtest,
schreib sie gerne in die Kommentare.


Mehr über mich und meine Praxis erfährst du hier:


https://miriampietras.de/


Ich organisiere außerdem Systemische Selbsterfahrung & Yoga
Retreats:


https://yoga.feel-it-all.de/


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Keywords: Depression, Sexualität, Lustlosigkeit, Wut, Anhedonie,
Bindungstrauma, Emotionsregulation, psychische Gesundheit,
Antidepressiva, Einsamkeit, systemische Therapie, Sexualtherapie,
Feel it all, Miriam Pietras
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