Saba-Nur Cheema und Meron Mendel, wie geht jüdisch-muslimischer Dialog?

Saba-Nur Cheema und Meron Mendel, wie geht jüdisch-muslimischer Dialog?

vor 2 Tagen
Sie sind das bekannteste muslimisch-jüdische Ehepaar Deutschlands. Im Podcast sprechen sie über ihre Herkunft und ihren Kampf gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit.
5 Stunden 34 Minuten
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Beschreibung

vor 2 Tagen
Sie sind das bekannteste muslimisch-jüdische Ehepaar Deutschlands
und setzen sich gegen Antisemitismus und Islamfeindlichkeit ein und
für eine offene Streitkultur. Jetzt sind Saba-Nur Cheema und Meron
Mendel zu Gast im unendlichen Podcast »Alles gesagt?«.  
Im Gespräch erzählen die beiden, wie sie aufgewachsen sind: sie als
Tochter pakistanischer Geflüchteter in Frankfurt am Main, er in
einem streng sozialistischen Kibbuz in der israelischen Wüste.
Cheema berichtet von der Verfolgung der Ahmadiyya-Gemeinde in
Pakistan, die ihrer Mutter beinahe das Leben kostete, und davon,
dass sie als Grundschülerin das Tagebuch der Anne Frank las – eine
Lektüre, die ihren weiteren Weg maßgeblich prägte. Mendel erzählt
von seiner Zeit in der israelischen Armee, seinem Weg nach
Deutschland und der Frage, warum er ausgerechnet im Land der Täter
seine Heimat fand.   Gemeinsam sprechen sie über den 7.
Oktober und dessen Folgen für den jüdisch-muslimischen Dialog, über
die Documenta-Debatte, über Antisemitismus und antimuslimischen
Rassismus in Deutschland. Sie erklären, warum sie ihr
Urteilsvermögen nicht auslagern wollen und wie sie es schaffen, als
Paar über die schmerzhaftesten Konflikte der Gegenwart zu streiten
– und sich trotzdem einig zu sein.   Saba-Nur Cheema
wurde 1987 in Frankfurt am Main geboren. Ihre Eltern flohen aus
Pakistan nach Deutschland. Sie studierte Politikwissenschaft und
Geschichte an der Goethe-Universität in Frankfurt, arbeitete als
pädagogische Leiterin an der Bildungsstätte Anne Frank, berät die
Bundesregierung zu Muslimfeindlichkeit und ist als
Antirassismustrainerin tätig. Am Tag der Aufnahme erschien ihre
Promotion, eine Studie zu Antisemitismus in der frühen
Kindheit.  Meron Mendel wurde 1976 in Israel geboren und wuchs
in einem Kibbuz auf. Er studierte Geschichte und
Erziehungswissenschaften in Haifa und München und promovierte an
der Goethe-Universität Frankfurt. Er leitet die Bildungsstätte Anne
Frank und ist seit 2021 Professor für transnationale  Soziale
Arbeit an der Frankfurt University of Applied Sciences. Das
ZEITmagazin nannte ihn 2024 den »Public Intellectual der
Stunde«.   Seit fast fünf Jahren schreiben die beiden
ihre gemeinsame Kolumne »Muslimisch-jüdisches Abendbrot» in der
Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die auch als Buch erschienen ist.
Sie erhielten für Ihre Arbeit das Bundesverdienstkreuz und die
Buber-Rosenzweig-Medaille.   Nach fünf Stunden und 34
Minuten beenden die beiden das Gespräch, denn das kann bei Alles
gesagt? nur die Gästin oder Gast. Produktion: Pool Artists 
Redaktion: Sophie Hübner, Hannah Schraven, Vincent Mank 
Gästemanagement: Paula Georgi, Anna Vahldick  Fragen, Kritik,
Anregungen? Schreiben Sie eine Mail an: allesgesagt@zeit.de. Seit
dem 15.01.2025 sind Teile des Archivs von Alles gesagt? nur noch
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