Keine Zahlungen mehr! Die Schwebephase vor dem Insolvenzantrag

Keine Zahlungen mehr! Die Schwebephase vor dem Insolvenzantrag

vor 3 Tagen
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Beschreibung

vor 3 Tagen

Es gibt diesen einen Moment, in dem die Entscheidung gefallen ist
– aber der Antrag noch nicht beim Gericht liegt. Bei Manuel waren
es zwei Wochen, bei Sven eine Woche bis zur Einreichung und dann
noch einmal zwei Wochen Warten. Es ist die Phase, über die kaum
jemand spricht – und vielleicht die härteste der ganzen
Insolvenz.


Ab dem Moment, in dem feststeht „Ich stelle den Antrag", gilt die
wichtigste und gleichzeitig schmerzhafteste Regel: Keine
Zahlungen mehr. Mahnungen kommen rein, das Telefon
klingelt, Lieferanten fragen nach – und Du darfst nicht sagen,
was los ist. Gleichzeitig wartest Du auf einen Tag, an dem ein
einziger Akt der Unterschrift Dein gesamtes unternehmerisches
Leben umkrempelt.


Wir erzählen, wie wir mit Schuld, Scham und schlaflosen Nächten
umgegangen sind, warum bei Manuel die Reihenfolge der Anträge
entscheidend war (Gruppeninsolvenzverfahren am Amtsgericht
Düsseldorf), und wer in unserem engsten Kreis Bescheid wusste.
Und warum es klug ist, sich diese Phase nicht allein zumuten zu
müssen.


Das erfährst Du in dieser Folge:



Der Startpunkt der Schwebephase: Warum nicht
die fertige Antragstellung, sondern bereits die Entscheidung
zur Antragsvorbereitung den Zahlungsstopp auslöst.


Gläubigerbevorzugung als Straftat: Was § 283c
StGB konkret bedeutet, warum gezielte Zahlungen anfechtbar sind
und welche persönliche Verantwortung Geschäftsführer einer GmbH
zusätzlich tragen.


Was trotzdem weiterläuft: Warum Lastschriften
für Strom, Miete oder bestehende Verträge unproblematisch sind
– und wo die rote Linie verläuft.


Mahnungen im Briefkasten, Schweigen am
Telefon: Wie wir mit dem Druck umgegangen sind,
Bescheid zu wissen, ohne etwas sagen zu dürfen.


Der enge Vertrauenskreis: Wer bei uns
frühzeitig eingeweiht war – und warum Manuel den Steuerberater
bewusst außen vor gelassen hat.


Gruppeninsolvenz statt Einzelverfahren: Warum
bei vier Gesellschaften die Reihenfolge der Antragstellung
entscheidend ist, damit am Ende alle beim gleichen
Insolvenzverwalter landen.


Der Tag der Unterschrift: Wie es sich anfühlt,
wenn man weiß, dass dieser Schritt nicht mehr rückgängig zu
machen ist.


Die Ungewissheit nach der Einreichung: Was
passiert, wenn die ersten Wochen verstreichen und vom
Amtsgericht erstmal nichts kommt.



In der nächsten Folge geht es weiter mit dem nächsten harten
Schritt: dem Moment, in dem wir unseren Mitarbeitern erzählen
mussten, was los ist.


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Wir sind keine Rechtsanwälte oder Steuerberater. Alle Inhalte
spiegeln unsere persönlichen Erfahrungen wider. Bei einer
drohenden Insolvenz ist eine individuelle Beratung durch
Fachanwälte oder spezialisierte Berater zwingend erforderlich.
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