Folge 11 – Einfach mal der Verwaltung Gefühle schenken und zwar in 3D

Folge 11 – Einfach mal der Verwaltung Gefühle schenken und zwar in 3D

vor 3 Wochen

Beschreibung

vor 3 Wochen

Den Menschen mangelt es nicht mehr an Wissen. Überall zu haben
und keineswegs mehr elitär, bedarf es für Jan Hüfner, vom
Resonanz-Labor des Gaionauten e. V., viel mehr an einer
sinnvollen Verknüpfung mit dem Empfinden – und das am besten
kollektiv. Erlebbare Bürgerbeteiligung und reichhaltige
Perspektivwechsel für die Verwaltung ergeben eine neue Form
kommunaler Intelligenz bei Entscheidungsprozessen. Dafür gibt es
den Resonanz-Dome, eine begehbare Kuppel, angelehnt an das
Leipziger Großraum-Planetarium, das am 20. Mai 2026 hundert Jahre
alt geworden wäre. Das Kosmische, das die Teilnehmer anvisieren,
liegt allerdings nicht in fernen Sternensystemen, sondern ist
ganz nah und unmittelbar. Sie erfühlen mit Hilfe immersiver
Technologien, was der Leipziger Auenwald zum Wassermangel sagt.
Erst dadurch ließen sich kluge Handlungsoptionen ableiten, meint
Jan Hüfner. Das erinnert an das vom französischen
Wissenschaftssoziologen Bruno Latour angeregte „Parlament der
Dinge“, indem er dafür plädiert auch „nicht menschlichen Wesen“
eine Stimme zu geben, um eine parlamentarisch tatsächlich
repräsentative Demokratie zu ermöglichen. Aus dem sicheren Hafen
des Rationalen bewusst hinauszusteuern, fiel Arne Petersen nicht
so leicht. Sich darauf einzulassen, kann ein Gewinn sein.
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