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Beschreibung
vor 3 Wochen
Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.
Die Heilige Corona trägt einen Namen, der heute weltbekannt ist,
ohne dass zwischen ihr und dem Virus irgendein Zusammenhang
besteht. Vielleicht ist es gerade deshalb an der Zeit, die
Geschichte jener Heiligen in den Blick zu nehmen, die nicht
Namensgeberin war und dennoch als Patronin gegen Seuchen gilt.
Corona als junge Märtyrerin zwischen Glaube, Vision und
Überlieferung
Corona hieß der Legende nach eigentlich Stephana. Ihr Name
bedeutet „die Gekrönte“ und verweist auf die Märtyrerkrone. In
einer Vision soll sie eine Siegeskrone für sich und ihren Mann
gesehen haben. Das soll sich um das Jahr 287 oder 303 ereignet
haben. Die damals 16-Jährige starb zwischen zwei losgelassenen
Palmen, ihr Legendenort ist unklar. Schriftlich belegt ist ihre
Geschichte ab dem 6. Jahrhundert.
Die Verehrung der Corona in Österreich durch Fund,
Kapelle und neue Bedeutungen
In Österreich wurde sie durch einen Fund im Jahr 1504 bekannt:
Holzfäller entdeckten in einer hohlen Linde eine Statue und
errichteten dort eine Kapelle, aus der der Ort Sankt Corona am
Wechsel entstand. Vermutlich entwickelte sich hier auch ihr
Patronat gegen Seuchen. Durch die frühere Währung Krone gilt sie
zudem als zuständig für Glücksspiel und die Lotterie.
Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs
Jahr.
Wiener Dom-Verlag.
ISBN: 978-3-85351-294-4
Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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