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Episoden
03.03.2026
2 Minuten
Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.
Die heilige Katharine Drexel verbindet Österreich mit den USA,
denn sie ist Amerikanerin mit Vorarlberger Wurzeln. Ihr
Großvater stammte aus Dornbirn und war im Jahr 1817 in die USA
emigriert. Dort kam Katherine 1858 zur Welt.
Katharine mit einem Schicksal voller Wendungen
Nachdem ihre Mutter im Kindbett gestorben war und ihr Vater
erneut geheiratet hatte, wuchs sie mit ihren beiden Schwestern in
Philadelphia als Tochter eines reichen Bankiers in einer
liebevollen, gläubigen und sehr sozialen Patchworkfamilie auf.
Nach dem Tod ihrer Stiefmutter und ihres Vaters wurde Katharine
mit 27 Jahren eine reiche Erbin.
Katharine im Dienst der Nächstenliebe
Anstatt zu heiraten, trat sie mit 31 Jahren den Barmherzigen
Schwestern von Pittsburgh bei und gründete zwei Jahre später die
„Schwestern vom Heiligen Sakrament“. Ihr Leben widmete sie bald
darauf dem Aufbau von Schulen für afroamerikanische und indigene
Kinder im Süden und Südwesten der USA. Insgesamt gründete sie 49
Volksschulen, 12 Hochschulen und eine Universität und investierte
dafür 12 Millionen Dollar ihres Vermögens. Katherine starb mit 97
Jahren und wurde 2000 heiliggesprochen. In Dornbirn erinnern eine
Kapelle und eine Straße an sie.
Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs
Jahr.
Wiener Dom-Verlag.
ISBN: 978-3-85351-294-4
Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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24.02.2026
2 Minuten
Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.
Irmengard von Baden wollte ein Grab und ein Kloster, das dieses
Grab umrahmen sollte. Um ihren Plan zu verwirklichen, ließ sie
sogar einen Fluss umleiten.
Irmengard als Verkörperung weiblicher Willenskraft im
Mittelalter
Sie verkörpert weibliche Willenskraft im Mittelalter. Sie wurde
um 1200 als Tochter des Herzogs von Braunschweig geboren. Im Jahr
1242 starb ihr Mann, Markgraf Hermann V. Die Mutter von vier
Kindern begann daraufhin das Projekt eines Familiengrabs. Sie
wollte dazu ein Kloster errichten und hatte dabei eine klare
Vorstellung vom Standort.
Die Verwirklichung des Klosters Lichtenthal durch
Irmengard
Nämlich jene Stelle im Oostal, an der sich der Zisterzienser
Bernhard von Clairvaux ein Kloster gewünscht haben soll. Doch da
weder der Straßburger Bischof noch der Zisterzienserorden ein
Frauenkloster akzeptierten, wandte sich Irmengard an den Bischof
von Speyer, der zustimmte. Da das Gebiet zu klein war, wurde das
Flussbett der Oos verlegt, um das Kloster komplett im
Diözesangebiet von Speyer bauen zu können. Sechs Jahre nach
seinem Tod konnte Markgraf Hermann im neu errichteten Kloster
beigesetzt werden. Irmengard blieb auch im Kloster, obwohl sie
nie eintrat. Dort wurden Frauen ausgebildet sowie Arme und Kranke
betreut. Irmengard starb mit ungefähr 60 Jahren. Ihr Kloster
Lichtenthal lebt bis heute.
Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs
Jahr.
Wiener Dom-Verlag.
ISBN: 978-3-85351-294-4
Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.
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18.02.2026
86 Sekunden
Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.
Unzählige Maler haben im Laufe der Jahrhunderte religiöse Motive
festgehalten, das Heilsgeschehen künstlerisch interpretiert und
damit auf ihre Weise zur Verkündigung beigetragen.
Fra Angelico als Patron der Maler
Dennoch wurde keiner von ihnen heiliggesprochen. Eine Ausnahme
bildet Guido di Pietro: Er wurde seliggesprochen und gilt seither
als Patron der Maler. Schon bald nach seinem Tod wurde er
allgemein „Fra Angelico“ genannt – der Engelsgleiche. Er war ein
Spätberufener, denn er war bereits Kunstmaler, als er in Florenz
in den Dominikanerorden eintrat und Priester wurde. Im Kloster
konnte er sich künstlerisch voll entfalten.
Fra Angelicos Ruhm und sein Beitrag zur
KunstgeschichteEr gilt als bedeutendster Maler
des 15. Jahrhunderts. Er war schon zu Lebzeiten ein Star,
ließ sich außerordentlich hoch bezahlen und führte eine sehr
effiziente Werkstatt. Als Mönch musste er außerdem keine Steuern
zahlen. Seliggesprochen wurde er aufgrund seiner Malereien. Diese
sind hell, bunt, leuchtend, friedvoll, überirdisch und technisch
fortschrittlich. Michelangelo sagte über ihn: „Dieser Mann hat
wirklich das Paradies gesehen.“ Sein bedeutendstes Werk sind mehr
als 40 Fresken im Konvent San Marco in Florenz. Fra Angelico
starb am 18. Februar 1455 in Rom. 1982 wurde er
seliggesprochen.
Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs
Jahr.
Wiener Dom-Verlag.
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08.02.2026
3 Minuten
Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.
Am 8. Februar wird weltweit an den Gebetstag für die Opfer von
Menschenhandel erinnert, der 2015 von Papst Franziskus eingeführt
wurde.
Josefina im Angesicht von Entführung und
Versklavung
An diesem Tag wird an die heilige Josefina Bakita gedacht, da sie
selbst als junge Frau Sklavin war, ihr Leben aber
glücklicherweise eine gute Wendung genommen hat. Mit sieben
Jahren wurde sie aus ihrem Dorf im Sudan entführt und mehrmals
verkauft. Der Schock war so groß, dass sie ihren Namen vergaß.
Die Räuber gaben ihr deshalb einen Namen: Bakita – die
Glückliche. Zynisch.
Josefina auf dem Weg zur Freiheit und Berufung
Nach zehn Jahren in der Sklaverei kam sie zu italienischen
Diplomaten, die sie später während einer Reise den
Canossianerinnen in Venedig anvertrauten. Dort wollte Bakita
getauft werden und in den Orden eintreten. Als frühere Besitzer
dies verhindern wollten, erklärte ein Gericht sie für frei. Kurz
darauf wurde sie auf den Namen Josefina getauft und trat 1896 in
den Orden ein. Sie lebte 45 Jahre in Schio, arbeitete im
Waisenhaus, später als Pförtnerin und Mesnerin. Sie wurde wegen
ihrer Güte von der Bevölkerung weithin geschätzt. Josefina Bakita
starb im Alter von 77 Jahren und wurde im Jahr 2000
heiliggesprochen.
Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs
Jahr.
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ISBN: 978-3-85351-294-4
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03.02.2026
2 Minuten
Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.
Blasius lebte zu Beginn des vierten Jahrhunderts in Sebaste in
der heutige Türkei. Von Beruf war er Arzt und derart hilfsbereit,
dass ihn die Bevölkerung zum Bischof wählte.
Blasius und die Entstehung seines Patroziniums gegen
Halsschmerzen
Da seine Bischofswahl in eine Zeit der Christenverfolgung fiel,
musste er fliehen, wurde aber bald gefasst, gefoltert und
ermordet. Sein Patrozinium gegen Halsschmerzen geht auf zwei
Legenden zurück. Eine besagt, Blasius soll während seiner
Gefangenschaft einen Mann, der eine Fischgräte verschluckt hatte,
vor dem Erstickungstod gerettet haben. Nach einer anderen bat er
vor seiner Hinrichtung um Heilung für alle, die mit Halsschmerzen
in seinem Namen darum bitten würden. Eine Stimme vom Himmel soll
ihm die Bitte gewährt haben.
Blasius und der Februar
Dass der Blasiussegen mit zwei gekreuzten Kerzen gespendet wird,
geht wieder auf eine andere Legende zurück: Eine arme Frau soll
durch sein Gebet ihr vom Wolf geraubtes Schwein zurückerhalten
haben. Sie schlachtete es für den Heiligen und brachte es ihm mit
Brot und Kerze. Blasius bat sie, jährlich in seinem Namen eine
Kerze zu seinem Gedächtnis zu opfern. Sein Gedenktag wird am 3.
Februar gefeiert. Der Februar ist auch als Fiebermonat bekannt.
Bernadette Spitzer Von Bischofsstab bis
Besenstiel. Mit365 Heiligen durchs Jahr. Wiener Dom-Verlag. ISBN:
978-3-85351-294-4
Erhältlich im Webshopdes Wiener Dom-Verlags.
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Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.
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