1. Korinther 4,8-21 | Wenn Gnade unbequem wird

1. Korinther 4,8-21 | Wenn Gnade unbequem wird

vor 1 Woche
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Beschreibung

vor 1 Woche

In dieser Episode mit Jens Kaldewey geht es um Paulus’
eindringlichen Appell an die Christen in Korinth, sich von ihrem
geistlichen Hochmut zu lösen. Die Korinther sehen sich bereits
als „reich“ und „herrschend“, während Paulus ihnen in Liebe, aber
mit klaren Worten, das Beispiel der Apostel vor Augen führt:
wahre Nachfolge bedeutet Demut, Leiden und Treue. Jens zeigt, wie
Paulus als geistlicher Vater seine Gemeinde mahnt, sich
korrigieren zu lassen und den Weg des Kreuzes nicht durch
Triumphalismus zu ersetzen. Am Ende steht die väterliche Frage
Gottes an uns alle: Willst du, dass ich mit dem Stock komme –
oder mit Liebe und Geduld?


 


Bibeltext:


8 Aber ihr seid ja schon satt. Ihr seid ja schon reich. Ihr
sitzt bereits auf dem Thron – und das alles, ohne dass wir daran
Anteil hätten. Was gäbe ich darum, ihr würdet tatsächlich schon
regieren! Dann wären auch wir jetzt am Ziel und würden zusammen
mit euch herrschen. 9 In Wirklichkeit aber, so scheint mir,
hat Gott uns Aposteln einen Platz zugewiesen, wie er
erniedrigender nicht sein könnte; es ist, als wären wir zum Tod
´in der Arena` verurteilt. Ein Schauspiel für die ganze
´sichtbare und unsichtbare` Welt sind wir geworden, für Engel und
Menschen. 10 Wir gelten als dumm und ungebildet, weil wir
uns zu Christus halten, ihr dagegen steht durch euren Glauben an
Christus als kluge und vernünftige Leute da. Wir sind schwach,
aber ihr seid stark. Euch ehrt man, während man uns
verachtet. 11 Bis zu diesem Augenblick leiden wir Hunger und
Durst. Wir haben nicht genug anzuziehen. Wir werden geschlagen
und misshandelt. Nirgends haben wir ein Zuhause. 12 Wir
leisten harte körperliche Arbeit, um selbst für unseren Unterhalt
aufzukommen. Man verflucht uns, aber wir segnen; man verfolgt
uns, aber wir geben nicht auf. 13 Auf Beleidigungen
reagieren wir mit freundlichen Worten. Die Welt behandelt uns,
als wären wir Abfall; wir sind der Abschaum der Gesellschaft –
und daran hat sich bis heute nichts geändert. 14 Ich
schreibe diese Dinge nicht, um euch in Verlegenheit zu bringen.
Ich möchte euch nur wieder auf den richtigen Weg führen.
Schließlich seid ihr doch meine geliebten Kinder! 15 Denn
selbst wenn ihr Tausende von Erziehern hättet, die euch in eurem
Christsein voranbringen, hättet ihr deswegen noch lange nicht
tausend Väter. Dadurch, dass ich euch das Evangelium verkündet
und euch zum Glauben an Jesus Christus geführt habe, bin ich euer
Vater geworden. 16 Daher bitte ich euch eindringlich: Folgt
meinem Beispiel! 17 Um euch dabei zu helfen, habe ich
Timotheus zu euch geschickt, den ich liebe, als wäre er mein
eigener Sohn, und der mir ein zuverlässiger Mitarbeiter in meinem
Dienst für den Herrn ist. Er wird euch die Grundsätze in
Erinnerung rufen, nach denen ich meinen Weg mit Jesus Christus
gehe und die ich überall, in jeder Gemeinde,
lehre. 18 Einige von euch spielen sich groß auf, weil sie
der Meinung sind, ich würde es nicht wagen, noch einmal
persönlich zu euch zu kommen. 19 Doch ´ihr werdet sehen`:
Wenn es dem Plan des Herrn entspricht, werde ich sehr bald zu
euch kommen. Und dann interessieren mich nicht die Worte dieser
Wichtigtuer; dann interessiert mich, ob in ihrem Leben Gottes
Kraft sichtbar wird. 20 Denn das Reich Gottes gründet sich
nicht auf Worte, sondern auf ´Gottes` Kraft. 21 Was ist euch
lieber? Soll ich mit dem Stock zu euch kommen oder mit Liebe und
nachsichtiger Geduld?
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