Was Menschen bewegt: Politische Dialoge in der S-Bahn | mit Kristina Krömer

Was Menschen bewegt: Politische Dialoge in der S-Bahn | mit Kristina Krömer

vor 1 Monat
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Beschreibung

vor 1 Monat
Wie lässt sich demokratischer Austausch jenseits klassischer
Beteiligungsformate neu denken? In dieser Folge des Politischen
Pausen Podcasts spricht PD Dr. Julia Schwanholz mit Kristina Krömer
über das Demokratieprojekt metro_polis, das den öffentlichen
Nahverkehr als Ort für gesellschaftliche Begegnung und politischen
Dialog nutzt. Im Mittelpunkt steht die Idee, Demokratie als gelebte
Praxis im Alltag zu verstehen. Statt formeller
Beteiligungsverfahren setzt das Projekt auf spontane Gespräche in
der Straßenbahn und knüpft an die Lebensrealitäten der Menschen an.
Das Gespräch zeigt, warum gerade diese niedrigschwelligen Formate
auch jene erreichen, die sich sonst selten politisch einbringen,
und wie unterschiedliche gesellschaftliche Perspektiven miteinander
in Austausch kommen. Ein besonderer Fokus liegt auf der Frage, wie
aus individuellen Erfahrungen kollektive Erkenntnisse entstehen.
Die Beiträge der Teilnehmenden werden systematisch erfasst,
ausgewertet und so aufbereitet, dass sie als Stimmungs- und
Erfahrungsbild in Politik und Verwaltung zurückgespielt werden
können. Dabei geht es nicht um einzelne Meinungen, sondern um
zugrunde liegende Bedürfnisse und Problemlagen, die in klassischen
Beteiligungsformaten oft unsichtbar bleiben. Zugleich wird
deutlich, welches Potenzial solche Ansätze für demokratische
Verständigung haben. Das Gespräch beleuchtet, wie Dialogfähigkeit
im Alltag gestärkt werden kann und wie Verwaltung und Politik von
diesen unmittelbaren Einblicken in gesellschaftliche Erfahrungen
profitieren können. Ein Gespräch über neue Formen politischer
Begegnung, datenbasierte Beteiligung und die Frage, wie Demokratie
im Alltag und im institutionellen Kontext zusammenwirken kann.
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