Wenn Versöhnung erst im Jenseits möglich ist

Wenn Versöhnung erst im Jenseits möglich ist

vor 2 Wochen
Tränen im Koma und ein Abschied, der erst danach möglich wurde
11 Minuten
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Podcast
Podcaster
Geschichten, Gespräche und Einblicke aus der Hospizarbeit in Bad Salzungen

Beschreibung

vor 2 Wochen

In dieser Folge erzählt Chris Müller,
Koordinatorin im Hospiz, von einer Begegnung, die sie nicht
vergessen hat. Eine ältere Frau verliert ihren Mann und zieht in
die Nähe ihres einzigen Sohnes – doch er will keinen Kontakt
mehr. Aus Trauer und Verzweiflung wird die Frau schwer krank.
Nach einer Operation liegt sie auf der Intensivstation, später im
Koma. Der Sohn weigert sich weiterhin, sie zu besuchen.



Chris hat den Eindruck, dass die Frau nicht loslassen kann – als
würde sie im Innersten noch auf etwas warten: auf ein letztes
Wort, auf Versöhnung. Schließlich nimmt Chris all ihren Mut
zusammen und spricht die Wahrheit aus: dass der Sohn nicht mehr
kommen wird. Und dass das, was zwischen ihnen offen geblieben
ist, vielleicht erst „jenseits“ geklärt werden kann.



In diesem Moment beginnen der Frau Tränen über die Wangen zu
laufen. Kurz darauf verändert sich ihr Zustand – und wenige
Minuten später stirbt sie. Eine Geschichte über unerfüllte Nähe,
über Mut zur Ehrlichkeit – und über einen Abschied, der erst
möglich wurde, als Frieden ausgesprochen werden durfte.



Hinweis: Die Geschichte ist anonymisiert, Details wurden zum
Schutz der Privatsphäre verändert.
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