Zwischen 8. und 9. Mai: Wie die Ukraine an das Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert (Serie 884: tagesaktuelle Redaktion)

Zwischen 8. und 9. Mai: Wie die Ukraine an das Ende des Zweiten Weltkriegs erinnert (Serie 884: tagesaktuelle Redaktion)

vor 1 Tag
Im Gespräch mit der Historikerin Franziska Davies geht es um die Frage, wie sich die ukrainische Erinnerungskultur zum Zweiten Weltkrieg in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat: Welche Rolle spielen sowjetisches Erbe, nationalsozialistische

Beschreibung

vor 1 Tag
Im Gespräch mit der Historikerin Franziska Davies geht es um die
Frage, wie sich die ukrainische Erinnerungskultur zum Zweiten
Weltkrieg in den vergangenen Jahrzehnten verändert hat: Welche
Rolle spielen sowjetisches Erbe, nationalsozialistische
Gewaltgeschichte, Holocaust und die Suche nach einer eigenständigen
historischen Verortung? Wie und warum distanziert sich die Ukraine
zunehmend von der sowjetisch-russischen Tradition des 9. Mai als
heroischem „Tag des Sieges“? Weshalb gewinnt der 8. Mai als Tag des
Gedenkens, der Trauer und der Reflexion an Bedeutung? Das Gespräch
fragt danach, wie sich besonders seit 2014 und verstärkt seit dem
russischen Angriffskrieg 2022 die Bedeutung dieser Gedenktage
verändert hat. Was sagt der Umgang mit dem 8. und 9. Mai über den
Kampf um historische Deutungshoheit aus? Franziska Davies ist
Vorsitzende der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft. Sie ist
Historikerin und Publizistin mit Schwerpunkt auf Osteuropa,
insbesondere auf die Geschichte der Ukraine, Polens und Russlands.
Sie forscht und schreibt zu Erinnerungskultur, Nationalismus,
Gewaltgeschichte und den historischen Hintergründen des russischen
Angriffskriegs gegen die Ukraine.
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