Wie viel Solidarität braucht eine gerechte Gesellschaft, Barbara Prainsack?

Wie viel Solidarität braucht eine gerechte Gesellschaft, Barbara Prainsack?

vor 1 Tag
Über Zusammenhalt, Ungleichheit und die Grenzen des Nullsummendenkens
33 Minuten
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Beschreibung

vor 1 Tag
„Gerechtigkeitskonzeptionen ohne Solidarität hätten keine Hände und
Solidarität ohne Gerechtigkeit hätte kein Gehirn.“ Im Zentrum
dieser Podcastfolge steht das Spannungsfeld zwischen Solidarität
und Gerechtigkeit – zwei Begriffe, die oft zusammen genannt, aber
selten klar unterschieden werden. Wir fragen, wie sie in einer
zunehmend polarisierten Gesellschaft zusammenwirken und was sie für
sozialen Zusammenhalt und demokratische Stabilität bedeuten. Für
Barbara Prainsack, Professorin an der Universität Wien, ist klar:
Solidarität und Gerechtigkeit sind keine Gegensätze, sondern
bedingen einander. Gerechtigkeit schafft Regeln und faire
Verteilung, Solidarität zeigt sich im konkreten Handeln. Erst
zusammen tragen sie eine funktionierende Gesellschaft. Ein
zentraler Streitpunkt ist das Nullsummendenken: die Vorstellung,
dass Gewinne der einen Verluste der anderen sind. Preinsack hält
dagegen: Investitionen in Bildung, Gesundheit oder Armutsbekämpfung
stärken langfristig alle – und machen Gesellschaften stabiler.
Dabei spielt auch institutionalisierte Solidarität eine
Schlüsselrolle: Sozialstaat, Steuern und öffentliche Infrastruktur
schaffen Vertrauen und bilden die Grundlage für gelebte Solidarität
im Alltag. Und schließlich geht es um die digitale Zukunft: Mit dem
Konzept der „Datensolidarität“ plädiert Prainsack dafür, Nutzen und
Risiken von Daten fairer zu verteilen.
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