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Beschreibung
vor 3 Wochen
Volatilität ist kein Monster: Warum Optionshändler Tino Joffroy
Unruhe als Rohstoff sieht #3
Außen glänzen die Märkte, innen knirscht das Getriebe. US-Börsen
nahe ihren Höchstständen, geopolitische Risiken, Konjunktursorgen
und trotzdem scheinbare Ruhe.
Für Optionshändler Tino Joffroy ist das kein Grund zur
Entwarnung, sondern ein Fall für den Blick unter die Motorhaube:
VIX, Put-Call-Ratio, Terminstruktur. Die Oberfläche sagt: Alles
okay. Das Innenleben sagt: Bitte nicht einschlafen.
Im Gespräch mit Edda Vogt bei Börse@Home wird daraus keine
Crash-Show, sondern eine ehrliche Lektion in Marktvernunft.
Joffroy hält 30 % Cash, weil Chancen oft plötzlich kommen und
schlechte Nachrichten noch schneller. Sein wichtigster
Praxisfilter heißt "Rumrutschfaktor": Wer mit einer Position
nicht mehr ruhig sitzt, sollte sie verkleinern. Nicht panisch
raus, aber raus aus der Selbsttäuschung. Optionen sind für ihn
Cashflow-Werkzeug, nicht Zocker-Zauberstab.
Stillhaltergeschäfte können Prämien bringen, aber der Gewinn ist
begrenzt und der Verlust kann bei schlechtem Risikomanagement
wehtun. Die Botschaft: Langfristdepot und Trading sauber trennen,
Cash nicht verachten, Risiken vorher durchdenken. Und vor allem:
Der Markt verzeiht vieles, aber keine Disziplinlosigkeit. Erst
denken, dann handeln. Der erste Verlust ist oft der
kleinste.
Zeitstempel
Der Rumrutschfaktor (00:00:02)
Einführung und Vorstellung (01:26)
Aktuelle Marktlage (02:51)
Tinos Cashquote (03:53)
Umgang mit Nervosität (05:07)
Börsenstammtische und Finanzmedien (06:27)
Gruppendiskussionen können von wenigen Meinungen dominiert
werden. Tino bevorzugt Bücher gegenüber Finanzmedien, um
Zusammenhänge zu verstehen.
Risiko und Unruhe am Markt (08:54)
Unruhe ist für Optionsverkäufer positiv. Jede Situation fühlt
sich einmalig an, weil jüngste Ereignisse am höchsten gewichtet
werden.
Die richtige Strategie finden (12:03)
Jeder Anleger braucht eine individuelle Strategie. Ein wichtiger
Indikator ist der „Rumrutschfaktor“: Bei Unwohlsein Positionen
reduzieren.
Möglichkeiten der Depot-Absicherung (15:51)
Absicherung durch den Kauf von Puts ist komplex. Tino bevorzugt
es, Positionen zu reduzieren statt das Portfolio abzusichern.
Taktische Anpassung der Sparrate (18:02)
Bei seinem langfristigen Vermögensaufbau passt Tino die Sparrate
taktisch an und kauft bei Kursrückgängen („buy the dip“) nach.
Optimale Positionsgröße und Zeithorizont (19:37)
Tino wird bei einer Positionsgröße von 10 % vorsichtig. Sein
kurzfristiger Horizont beträgt etwa vier Wochen.
Umgang mit Einzelrisiken und Indexoptionen (21:09)
Tino handelt auch Indexoptionen, da sie das Einzelrisiko
reduzieren. Er handelt hauptsächlich an US-Börsen wegen besserer
Liquidität.
Einstiegspunkte und Geschäftsmodelle (26:28)
Ratschlag für einen Rentner (29:27)
Einem Rentner mit offensivem Portfolio rät Tino, langsam Gewinne
mitzunehmen und sich nicht um das Erbe zu sorgen.
Abhängigkeit vom US-Dollar (30:56)
Tinos Lebensunterhalt (32:04)
Tino lebt hauptsächlich vom Cashflow aus dem Optionshandel und
betrachtet sein Depot als eine Firma, aus der er Geld entnimmt.
Buchempfehlungen (33:14)
Tino empfiehlt drei Bücher: „Market-Zyklen meistern“ von Howard
Marks, „Mehr Geld als Gott“ und „Magier der Märkte“.
Startkapital für den Optionshandel (35:54)
Tino meint, dass man heute mit 100.000 Euro und einem Halbtagsjob
mit dem Optionsverkauf beginnen könnte.
Renditeziele im Optionshandel (37:58)
Tinos Ziel ist eine Rendite von 1 % pro Monat, was aber nicht
linear planbar ist und Schwankungen unterliegt.
Risikomanagement (40:37)
Tino schließt eine Optionsposition, wenn der Verlust 200 % der
eingenommenen Prämie erreicht, um Verluste zu begrenzen.
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