Exil-Tibeter in Nepal und die harte Hand Chinas
vor 14 Stunden
Vor knapp 70 Jahren wurde das unabhängige Tibet von China besetzt.
Zehntausende Tibeterinnen und Tibeter flohen ins Ausland. Die
zweitgrösste Exil-Gemeinde lebt heute in Nepal. Sie hat wenig
Rechte und wird streng überwacht. Dahinter steckt China, das ...
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Beschreibung
vor 14 Stunden
Vor knapp 70 Jahren wurde das unabhängige Tibet von China besetzt.
Zehntausende Tibeterinnen und Tibeter flohen ins Ausland. Die
zweitgrösste Exil-Gemeinde lebt heute in Nepal. Sie hat wenig
Rechte und wird streng überwacht. Dahinter steckt China, das die
Flüchtlinge als Terroristen betrachtet. Dolma ist frustriert. Die
48-jährige Tibeterin fühlt sich auf Schritt und Tritt überwacht.
«Sogar wenn wir nur kleine kulturelle oder religiöse tibetische
Feste feiern, sind immer zwei oder drei Polizisten dabei.» Denn die
Flüchtlinge sind in Nepal nur geduldet. Dolma, die in Wirklichkeit
anders heisst, lebt mit ihrem Mann in einem Flüchtlingslager in der
nepalesischen Touristenstadt Pokhara. Vor dem Eingang hängen
Überwachungskameras. In dem Lager lebten einmal 900 Menschen, heute
sind es nicht einmal mehr halb so viele. Denn viele junge
Tibeterinnen und Tibeter, auch Dolmas Töchter, sehen keine Zukunft
in Nepal und sind ins Ausland gezogen. Ihr Gastland Nepal weigert
sich schon seit den 1990er Jahren, die Tibeterinnen und Tibeter als
Flüchtlinge anzuerkennen. Die meisten haben daher keine
Ausweis-Dokumente, die Jüngeren nicht einmal eine Geburtsurkunde.
Als Folge können sie keine Arbeit finden, kein Bankkonto eröffnen,
keinen Führerschein machen und auch nicht reisen, zumindest nicht
legal. Die Tibeter werden in Nepal unterdrückt, weil China Angst
vor Aufständen hat. Nepal hilft, weil das arme Land abhängig von
Chinas Wirtschaftshilfe ist.
Zehntausende Tibeterinnen und Tibeter flohen ins Ausland. Die
zweitgrösste Exil-Gemeinde lebt heute in Nepal. Sie hat wenig
Rechte und wird streng überwacht. Dahinter steckt China, das die
Flüchtlinge als Terroristen betrachtet. Dolma ist frustriert. Die
48-jährige Tibeterin fühlt sich auf Schritt und Tritt überwacht.
«Sogar wenn wir nur kleine kulturelle oder religiöse tibetische
Feste feiern, sind immer zwei oder drei Polizisten dabei.» Denn die
Flüchtlinge sind in Nepal nur geduldet. Dolma, die in Wirklichkeit
anders heisst, lebt mit ihrem Mann in einem Flüchtlingslager in der
nepalesischen Touristenstadt Pokhara. Vor dem Eingang hängen
Überwachungskameras. In dem Lager lebten einmal 900 Menschen, heute
sind es nicht einmal mehr halb so viele. Denn viele junge
Tibeterinnen und Tibeter, auch Dolmas Töchter, sehen keine Zukunft
in Nepal und sind ins Ausland gezogen. Ihr Gastland Nepal weigert
sich schon seit den 1990er Jahren, die Tibeterinnen und Tibeter als
Flüchtlinge anzuerkennen. Die meisten haben daher keine
Ausweis-Dokumente, die Jüngeren nicht einmal eine Geburtsurkunde.
Als Folge können sie keine Arbeit finden, kein Bankkonto eröffnen,
keinen Führerschein machen und auch nicht reisen, zumindest nicht
legal. Die Tibeter werden in Nepal unterdrückt, weil China Angst
vor Aufständen hat. Nepal hilft, weil das arme Land abhängig von
Chinas Wirtschaftshilfe ist.
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