Beschreibung
vor 5 Tagen
Es gibt eine Geschichte, die ich in meiner Arbeit immer wieder
höre. Ein Mensch bricht zusammen, wird krankgeschrieben, geht
nach Hause – und die Institutionen denken: Problem gelöst. Aber
das Gegenteil ist der Fall. Genau dort, zuhause, beginnt für
viele neurodivergente Menschen das eigentliche Desaster.
In dieser Folge spreche ich über den neurodivergenten Burnout –
und warum die Standardrezepte wie "ausruhen", "nichts tun" oder
"zuhause bleiben" bei uns oft nicht greifen. Manchmal machen sie
sogar alles schlimmer.
Ich erzähle, warum unser Gehirn nicht einfach zur Ruhe kommt,
wenn wir es ruhigstellen. Warum so viele von uns in
Selbstmedikation rutschen – Alkohol, Cannabis, exzessives
Scrollen, Gaming, Essen, Shoppen. Und ich teile auch ein Stück
meiner eigenen Geschichte: Wie der Alkohol mich jahrzehntelang am
Leben gehalten hat, bis es mit 47 nicht mehr ging. Heute bin ich
seit sieben Jahren trocken – und ich sehe heute klar, dass ich
nie ein Alkoholproblem im klassischen Sinn hatte. Ich hatte ein
nicht erkanntes ADHS.
Diese Folge ist für dich, wenn du gerade selbst in einem Burnout
bist. Wenn du jemanden begleitest, der dort ist. Oder wenn du als
Fachperson, Coach oder Angehörige verstehen willst, was
neurodivergente Menschen wirklich brauchen – jenseits von
Krankschreibung und Couch.
Themen dieser Folge:
Warum der neurodivergente Burnout etwas anderes ist als ein
klassischer Burnout
Was Masking ist – und warum es uns über Jahre auslaugt
Warum Stille und Leere für unser Gehirn keine Erholung sind
Selbstmedikation: das stille Desaster, das niemand anspricht
Was wirklich hilft – und warum "ausruhen" allein nicht reicht
Was Fachpersonen und Angehörige verstehen müssen
Konkrete Schritte, wenn du gerade selbst in dieser Phase bist
ADHwaS Kurse, Community und vieles
mehr: adhwas.com
Ressourcen (Brain.fm u.a.):
adhwas.com/ressourcen
Wenn dir die Folge etwas gegeben hat: Teile sie mit jemandem, der
sich in den eigenen vier Wänden nie ganz zuhause fühlt. Und
schreib uns in die Kommentare, was du heute veränderst.
Ein wichtiger Hinweis zum Schluss
Der ADHwaS Podcast ist kein Ersatz für medizinische,
psychologische oder therapeutische Hilfe. Was du hier hörst, sind
persönliche Erfahrungen, Gespräche und Impulse – keine Diagnosen,
keine Behandlungsempfehlungen, keine Therapieanweisungen. Wenn du
dich in Themen wie ADHS, Neurodivergenz oder psychischer
Gesundheit wiedererkennst, such dir bitte professionelle
Unterstützung. Du verdienst eine echte Abklärung, keine
Selbstdiagnose aus dem Kopfhörer.
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