Der neue Extremismus kommt aus der Mitte der Gesellschaft
vor 16 Stunden
Jan Karon ist Journalist bei NIUS und Autor des Buches
„Bastardmoderne", erschienen im Tumult Verlag. Aufgewachsen in
Ludwigshafen als Kind polnischer Einwanderer, studierte er
Politikwissenschaft, Geschichte und Literaturwissenschaft und
arbeitete...
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Nach Jahren im Nachrichtenbetrieb habe ich mich Anfang 2022 mit meinem eigenen YouTube-Kanal selbstständig gemacht. Ich spreche mit ganz unterschiedlichen Menschen über politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Themen. Vielfalt im wahrsten...
Beschreibung
vor 16 Stunden
Jan Karon ist Journalist bei NIUS und Autor des Buches
„Bastardmoderne", erschienen im Tumult Verlag. Aufgewachsen in
Ludwigshafen als Kind polnischer Einwanderer, studierte er
Politikwissenschaft, Geschichte und Literaturwissenschaft und
arbeitete unter anderem beim ZDF und in einer Produktionsfirma für
den RBB. Im Jahr 2022 brachte ihm ein einziger Tweet über einen
Messerangriff in seiner Heimatstadt einen Shitstorm und das
faktische Ende seiner Laufbahn im öffentlich-rechtlichen Umfeld.
Heute gehört er zu einer jungen Generation von Journalisten, die
sich bewusst außerhalb des medialen Mainstreams positioniert und
den Liberalismus, in dem sie aufgewachsen ist, von innen heraus
kritisiert.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek entwickelt Karon eine
schonungslose Meta-Diagnose unserer Gegenwart. Er spricht über den
Verlust seiner Heimatstadt Ludwigshafen, über den
Entfremdungsprozess von alten Freunden und Milieus und darüber,
warum er den Liberalismus in seiner heutigen Form für eine
Lebenslüge hält. Es geht um Migration und Remigration, um den
„Extremismus der Mitte", um Trumps Angriffskrieg gegen den Iran,
den Karon trotz seines Arbeitsplatzes bei NIUS offen kritisiert,
und um die Frage, was es heißt, sich keinem politischen Lager mehr
zugehörig zu fühlen. Im zweiten Teil des Gesprächs wird es
persönlich: Karon beschreibt, wie Pornografie eine ganze
Männergeneration geprägt hat, und verbindet das mit Einsamkeit,
sinkenden Geburtenraten und der Krise moderner Beziehungsfähigkeit.
Ein Interview über Heimat, Haltung und die Frage, was von der
Moderne übrigbleibt, wenn man ihre Versprechen ernst nimmt.
„Bastardmoderne", erschienen im Tumult Verlag. Aufgewachsen in
Ludwigshafen als Kind polnischer Einwanderer, studierte er
Politikwissenschaft, Geschichte und Literaturwissenschaft und
arbeitete unter anderem beim ZDF und in einer Produktionsfirma für
den RBB. Im Jahr 2022 brachte ihm ein einziger Tweet über einen
Messerangriff in seiner Heimatstadt einen Shitstorm und das
faktische Ende seiner Laufbahn im öffentlich-rechtlichen Umfeld.
Heute gehört er zu einer jungen Generation von Journalisten, die
sich bewusst außerhalb des medialen Mainstreams positioniert und
den Liberalismus, in dem sie aufgewachsen ist, von innen heraus
kritisiert.Im Gespräch mit Jasmin Kosubek entwickelt Karon eine
schonungslose Meta-Diagnose unserer Gegenwart. Er spricht über den
Verlust seiner Heimatstadt Ludwigshafen, über den
Entfremdungsprozess von alten Freunden und Milieus und darüber,
warum er den Liberalismus in seiner heutigen Form für eine
Lebenslüge hält. Es geht um Migration und Remigration, um den
„Extremismus der Mitte", um Trumps Angriffskrieg gegen den Iran,
den Karon trotz seines Arbeitsplatzes bei NIUS offen kritisiert,
und um die Frage, was es heißt, sich keinem politischen Lager mehr
zugehörig zu fühlen. Im zweiten Teil des Gesprächs wird es
persönlich: Karon beschreibt, wie Pornografie eine ganze
Männergeneration geprägt hat, und verbindet das mit Einsamkeit,
sinkenden Geburtenraten und der Krise moderner Beziehungsfähigkeit.
Ein Interview über Heimat, Haltung und die Frage, was von der
Moderne übrigbleibt, wenn man ihre Versprechen ernst nimmt.
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