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Beschreibung
vor 1 Tag
Der Ukraine-Krieg hat der Erweiterungspolitik der Europäischen
Union neuen Schwung verliehen: Mit der Ukraine, Moldau und
Georgien rücken gleich mehrere Staatenin den Kreis der
Beitrittskandidaten, auch auf dem Westbalkan gewinnt der Prozess
an Dynamik. Doch ist diese Entwicklung Ausdruck strategischer
Weitsicht oder eher politischer Aktionismus? In dieser Folge von
„Steil & Kahl“analysieren Prof. Dr. Bernhard Stahl und Dr.
Sören Keil, warum die Erweiterung plötzlich wieder zu einer
Priorität in Brüssel geworden ist. Lange galt sie als eines der
erfolgreichsten außenpolitischen Instrumente der EU – gerade,
weilsie Staaten dazu bewegt, normative Standards und den
europäischen Rechtsrahmen zu übernehmen. Gleichzeitig stellen
sich grundlegende Fragen: Werden Beitrittsperspektiven vorschnell
vergeben, obwohl zentrale Voraussetzungen noch fehlen? Droht die
EU, durch beschleunigte Aufnahmeverfahren politische und
institutionelle Probleme zu „importieren“? Und wie kann das
politische Momentum über Jahre hinweg aufrechterhalten werden,
obwohl Reformfortschritte in vielen Kandidatenländern nur
schleppend vorankommen?
„Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für
Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge
erscheint alle zwei Wochen.
Sie haben Fragen, Wünsche oder Anmerkungen? Dann schreiben
Sie uns gerne eine Nachricht an
internationale-politik@uni-passau.de.
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