Podcaster
Episoden
10.02.2026
37 Minuten
Korrektur: Bei Minute 02:45 hat sich ein
Versprecher eingeschlichen. Die USA und Israel greifen nicht den
Irak, sondern den Iran an.
Immer wieder wird gefordert, dass Staaten die Normen und Werte
des Völkerrechts einhalten müssen, und doch häufen sich die
Verstöße. Ob Russland in der Ukraine, Israel im Gazastreifen und
im Iran oder die USA mit Blick auf Venezuela und Grönland: Das
Völkerrecht scheint im Sterben zu liegen. In dieser Folge von
„Steil & Kahl“ ordnen Dr. Sören Keil und Prof. Dr. Bernhard
Stahl die Ursprünge und dieEntwicklung des Völkerrechts ein und
fragen, was seinen aktuellen Zustand tatsächlich bestimmt. Sind
es die Rechtsbrüche selbst oder vielmehr die Reaktionen der
internationalen Staatengemeinschaft? Im Mittelpunkt
stehenbesorgniserregende Trends: eine wachsende Zahl von Staaten,
die Völkerrecht verletzen, es nur selektiv anwenden, Verstöße
nicht mehr rechtfertigen, oder bloß Lippenbekenntnisse von sich
geben, ohne jede Absicht, aktiv dem internationalen Recht Geltung
zu verschaffen. Welche Folgen hat der Rückzug der USA für
die internationale Ordnung? Wie konsequent tritt die
Bundesregierung tatsächlich für das Völkerrecht ein? Was bedeutet
es also, wenn selbst Staaten, die sich als Hüter der
regelbasierten Ordnung verstehen, nur zögerlich auf
Völkerrechtsbrüche reagieren?
„Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für
Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge
erscheint alle zwei Wochen.
Sie haben Fragen, Wünsche oder Anmerkungen? Dann schreiben Sie
uns gerne eine Nachricht an internationale-politik@uni-passau.de.
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27.01.2026
29 Minuten
Zwölf Millionen Flüchtlinge, massenhafte Kriegsverbrechen
und systematische Gewalt gegen Zivilisten, aber keiner
greift ein? Die UNO beschreibt den Sudan als größte
humanitäre Katastrophe unserer Zeit. Doch über die
Gräueltaten, Massenvertreibungen und sexualisierte
Gewalt in dem nordostafrikanischen Staat schweigt die
internationale Gemeinschaft. In der 17. Folge von „Steil
& Kahl“ tauchen Dr. Sören Keil und Prof. Dr. Bernhard Stahl
in die Ursachen für die Konflikte im Sudan ein und diskutieren,
welche Rolle Deutschland und die Europäische Union dabei spielen
– und spielen könnten.
„Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur
fürInternationale Politik an der Universität Passau. Eine neue
Folge erscheintalle zwei Wochen.
Sie haben Fragen, Wünsche oder Anmerkungen? Dann schreibenSie uns
gerne eine Nachricht an internationale-politik@uni-passau.de.
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13.01.2026
30 Minuten
Grenzkonflikte zwischen Thailand und Kambodscha, der anhaltende
Bürgerkrieg in Myanmar und politische Instabilität in mehreren
Ländern Südostasiens stellen die regionale Ordnung zunehmend
infrage. Dabei galt die ASEAN, eine Regionalorganisation
südostasiatischer Staaten, seit ihrer Gründung in den 1960er
Jahren als Sicherheitsgemeinschaft, die zwischenstaatliche Kriege
durch wirtschaftliche Verflechtung, offene Grenzen und
vertrauensbildende Institutionen verhindern sollte. Tatsächlich
ist es innerhalb der ASEAN bislang zu keinem offenen Krieg
zwischen Mitgliedstaaten gekommen. Dennoch erweist sich der
Frieden in der Region als fragil. In dieser Folge von „Steil
& Kahl“ stellen Dr. Sören Keil und Prof. Dr. Bernhard Stahl
die Frage nach der Wirkungskraft der ASEAN und den Wegen zur
Stabilisierung der Region. Welche Rolle spielen autoritäre
Regime, divergierende nationale Interessen und der wachsende
Einfluss Chinas in der Region? Warum ist es der ASEAN bislang
nicht gelungen, beispielsweise den Bürgerkrieg in Myanmar zu
beenden? Braucht es womöglich ein stärkeres Engagement des
Westens, um die Gewaltkonflikte einzudämmen?
„Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für
Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge
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30.12.2025
31 Minuten
2025 war ein Jahr großer Versprechen – und ernüchternder
Realitäten. In der letzten Folge des Jahres ziehen Dr. Sören Keil
und Prof. Dr. Bernhard Stahl in „Steil & Kahl“ Bilanz über
ein politisches Jahr, das von Ankündigungen, Symbolpolitik und
ausbleibenden Konsequenzen geprägt war. Sie sprechen über die
größten Peinlichkeiten der Internationalen Politik, von Donald
Trump bis zur deutschen Afghanistan-Politik, ebenso wie über die
folgenreichsten Entwicklungen des Jahres – darunter die neue
Sicherheitsstrategie der USA und der Krieg in Gaza. Welche
Entscheidungen haben 2025 besonders geprägt, und wo blieb die
Politik hinter ihren eigenen Ansprüchen zurück? Neben diesen
Zäsuren geht es auch um Lichtblicke: die europäische Reaktion auf
den US-amerikanischen „Friedensplan“ für die Ukraine sowie die
begrenzten Erfolge rechtsextremer Akteure. Wer kann in diesem
Jahr als politische Gewinner und Verlierer gelten? Zum Abschluss
richtet sich der Blick nach vorne auf die Herausforderungen und
Hoffnungen, die das Jahr 2026 prägen. Können Wahlen in Myanmar,
mögliche Schritte in Richtung Frieden in Gaza und eine stärker
koordinierte internationale Politik Anlass für vorsichtigen
Optimismus geben?
Wir möchten uns an dieser Stelle herzlich für Ihre treue
Hörerschaft bedanken, wünschen Ihnen ein frohes Neues Jahr und
freuen uns, wenn Sie auch 2026 wieder dabei sind bei „Steil &
Kahl“.
„Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für
Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge
erscheint alle zwei Wochen.
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internationale-politik@uni-passau.de.
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16.12.2025
32 Minuten
Die Welt scheint zunehmend aus den Fugen zu geraten: Donald Trump
verunsichert die Staatengemeinschaft, autoritäre Mächte wie
Russland und China verschieben das globale Machtgefüge,
Handelskriege und Pandemien erschüttern internationale
Strukturen, während der Klimawandel unaufhaltsam voranschreitet.
In dieser zugespitzten Lage fragen sich Dr. Sören Keil und Prof.
Dr. Bernhard Stahl in „Steil & Kahl“: Ist Optimismus in
dieser Lage ein notwendiger Antrieb oder vielmehr eine
gefährliche Illusion? Wann kann Optimismus mobilisieren – und
wann verführt er zur politischen Untätigkeit? Persönliches
Engagement könnte wichtiger denn je sein, um Entwicklungen
entgegenzuwirken, die zu lange ignoriert wurden. Zugleich
eröffnet der Blick auf negative Szenarien neue
Handlungsspielräume: Wer Risiken klar benennt, kann ihnen
frühzeitig begegnen. Trotz aller Herausforderungen gibt es auch
Ressourcen für Zuversicht: eine global vernetzteÖffentlichkeit,
der wachsende Druck auf autoritäre Regime und neue politische
Generationen, die Veränderungen einfordern. Sind dies nicht
vielleicht die „Silberstreifen am Horizont“, die wir brauchen, um
die Zukunft der internationalen Ordnung neu zu denken?
„Steil & Kahl“ ist eine Produktion der Professur für
Internationale Politik an der Universität Passau. Eine neue Folge
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Über diesen Podcast
Globale Krisen, Machtspiele und diplomatische Spannungen – Dr.
Sören Keil und Prof. Dr. Bernhard Stahl von der Universität Passau
bringen Ordnung ins internationale Chaos. Mit scharfem Blick,
theoretischer Tiefe und hin und wieder einem Augenzwinkern gehen
sie der Frage nach: Wer trifft welche Entscheidungen – und wieso?
Ein Podcast für alle, die internationale Politik nicht nur
verstehen, sondern auch hinterfragen wollen (ohne dabei
einzuschlafen). Eine neue Folge erscheint alle zwei Wochen.
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