#27 2026 Über Donald Trump und Viktor Orbán - mit Gabriela Greilinger

#27 2026 Über Donald Trump und Viktor Orbán - mit Gabriela Greilinger

vor 1 Woche
Politikwissenschafterin Gabriela Greilinger analysiert im Gespräch mit Host Stefan Lassnig die innenpolitische Lage in den USA unter Donald Trump, die Folgen des Irankriegs, den Zustand der Demokratie und die Bedeutung der Midterms. 
Sie erklärt, wie Pola
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Beschreibung

vor 1 Woche

Stefan Lassnig spricht mit der Politikwissenschafterin Gabriela
Greilinger (University of Georgia) über politische Entwicklungen
in den USA und in Ungarn. Sie beschreibt, wie der Irankrieg,
steigende Spritpreise und eine turbulente Personalpolitik im
Trump-Kabinett die Stimmung im Land verschlechtern und Trumps
Zustimmungswerte drücken. Ein Schwerpunkt liegt auf der extremen
Polarisierung zwischen Republikanern und Demokraten, der geringen
Wählerwanderung und der vergleichsweise niedrigen Wahlbeteiligung
in den USA, die Wahlen zu reinen Mobilisierungsschlachten machen.
Greilinger erläutert, wie der geplante Safe America Act und
bestehende Praktiken wie Voter ID, Gerrymandering und Hürden bei
der Registrierung die Wahlen zwar nicht abschaffen, aber immer
unfairer machen und die USA in Richtung „competitive
authoritarianism“ schieben. Im Gespräch geht es auch um Trumps
erratische Kommunikation, Verschwörungsnarrative rund um die
Epstein-Files und die Normalisierung seines Politikstils bei
einer jungen Generation, die kaum andere Präsidenten erlebt hat.
Anhand von Beispielen wie Turning Point USA und den „MAGA-Hats“
am Campus zeigt Greilinger, wie rechte Organisationen gezielt an
Universitäten Stimmung machen und Trumps Politik im Mainstream
verankern. Im zweiten Teil analysiert sie den überraschend klaren
Wahlsieg der konservativen Oppositionspartei Tisza und ihres
Spitzenkandidaten Péter Magyar in Ungarn, der Orbáns
Fidesz-Regime nach 16 Jahren und trotz auf sie zugeschnittenem
Wahlsystem und Medienkontrolle abgelöst hat. Sie betont, dass der
ungarische Machtwechsel vor allem mit Korruption, ökonomischem
Missmanagement und einer breiten Mobilisierung bis in entlegene
ländliche Regionen zu tun hatte, nicht aber mit einem Bruch mit
rechtskonservativer Politik. Abschließend erklärt Greilinger,
welche Reformen Magyar nun für Rechtsstaatlichkeit, Medien und
den Zugang zu EU-Geldern anstoßen könnte und weshalb die Abwahl
Orbáns eher eine ungarische Besonderheit als der Beginn einer
breiten Entzauberung des europäischen Rechtspopulismus ist.


Links zur Folge:


Über die Wahl in Ungarn - (Ganz offen gesagt Folge #25 2026)


 "Was lernen wir durch Trump" - Teil 1 (Ganz offen gesagt
Folge #19 2026)


Podcastempfehlung der Woche:


Safe! Stories übers Investieren (Wiener Börse)


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